UNTERHACHING

Im Derby geht es um die Ehre: Keine Geschenke für kleine Bayern

von Redaktion

Einige Fans machten ihrem Ärger Luft. Ansonsten blieb es in Unterhaching nach dem 0:2 gegen den SV Waldhof und dem endgültigen Absturz in Liga vier sehr ruhig. „Die negative Tendenz hat sich leider bestätigt“, meint Trainer Arie van Lent, der seine Akteure vor dem Derby am Sonntag beim FC Bayern II bei der Ehre packt: „Wir wollen uns in den letzten drei Partien anständig aus der Dritten Liga verabschieden.“

Dies wird aber nicht ganz einfach, denn weiterhin ist die Ausfall-Liste sehr lang, und viele Spieler sind in Gedanken bereits bei anderen Clubs. „Aber in den letzten Spielen können sich einige auch noch für andere Aufgaben empfehlen“, meint der Trainer. Zu seiner eigenen beruflichen Zukunft will er sich weiterhin nicht äußern, noch nicht: „Ich bitte um Geduld, in zwei Wochen wird wohl Klarheit herrschen, der Verein verhält sich jedenfalls sehr professionell.“ Die Tendenz geht eher Richtung Abschied, denn die sportliche Talfahrt im Jahre 2021 war heftig und ernüchternd. Die Hachinger konnten nur zwei von 21 Spielen gewinnen, sie sind im Derby gegen den FC Bayern (der allerdings selbst neunmal sieglos blieb) klarer Außenseiter. Für die Kollegen von der Säbener Straße geht es ums „Überleben“ in der Dritten Liga. „Sicher liegt der Druck bei den Bayern, wir können eigentlich befreit aufspielen“, sagt van Lent, der keine Geschenke an den Lokalrivalen verteilen will.

Zwischen den Stühlen sitzt Seppi Welzmüller. Nach drei Kreuzbandrissen kämpft der verletzte Hachinger Kapitän um die Fortsetzung seiner sportlichen Karriere und möchte in der neuen Saison wieder voll einsteigen. Der 31-Jährige drückt aber auch seinem Drillingsbruder Maximilian die Daumen. Der spielt beim FC Bayern und bangt um den Klassenerhalt. „Ich wünsche uns natürlich den Derbysieg, würde mich aber auch freuen, wenn der FC Bayern in der Dritten Liga bleibt“, betont Seppi Welzmüller. KLAUS KIRSCHNER

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