Budapest – Freiwasser-Staffelweltmeisterin Sarah Köhler tritt nicht wie geplant bei den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest (10. bis 23. Mai) an. Für einen Einzelstart hätte die Magdeburgerin „aus Gründen der Gleichbehandlung und Fairness“ ein internes Ausschwimmen machen müssen, wie der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) bekannt gab. Dies lehnte die Vizeweltmeisterin über 1500 m Freistil ab.
„Ich hätte den Wettbewerb als Vorbereitung auf Olympia gerne gemacht, um nochmals einen internationalen Wettkampf zu haben“, sagte Köhler: „Aber für meine Leistungsentwicklung für Tokio ist es nicht entscheidend. . Es war eher für die Zeit nach Tokio gedacht.“
Köhlers Verlobter Florian Wellbrock wird dagegen in Budapest starten – allerdings nur im Freiwasser. Der Doppel-Weltmeister will im Olympiajahr nach starken Zeiten im Becken nun auch im offenen Gewässer ein Zeichen setzen. Im Lupa-See trifft Wellbrock auch auf seinen italienischen Dauerrivalen Gregorio Paltrinieri.
Auch der WM-Dritte Rob Muffels rechnet sich Chancen aufs Podest aus. Bei den Frauen gehen Leonie Beck und Lea Boy aussichtsreich an den Start. Die Beckenschwimmer schicken in der zweiten EM-Woche hauptsächlich die zweite Garde ins Rennen, einzig Ex-Weltmeister Marco Koch und Lucas Matzerath sind aus dem Olympia-Team dabei. sid