Es kann jetzt ganz schnell gehen: Die Bayern haben das Ziel Meisterschaft erreicht und können die Saison gemütlich zu Ende spielen, die Clubführung hat in Person von Oliver Kahn angedeutet, dass es für den Fall des Wechsels von Hansi Flick auf den Nationaltrainerposten „keine finanzielle Kompensation“, aber wohl eine andere Lösung gebe, und schließlich erzählte auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch bei seinem Auftritt im ZDF-Sportstudio, dass Flick der Wunschtrainer sei und Gespräche stattfinden. Es ist also davon auszugehen, dass bald alles offiziell werden wird und der DFB das Thema der Löw-Nachfolge nicht in die EM-Vorbereitung wird mitnehmen müssen.
Die „Abendzeitung“ berichtet bereits, dass Hansi Flick beim DFB einen Vertrag über drei Jahre erhalten soll, was eine nahe liegende Lösung wäre, da die Planungen des Verbandes auf die Heim-Europameisterschaft im Jahr 2024 ausgerichtet sind. Ohnehin ist der DFB daraus schlau geworden, dass er auf die Enttäuschung der WM 2018 nicht reagieren konnte, da Joachim Löw noch weitere vier Jahre Vertragslaufzeit aufweisen konnte.
Offenbar schon vorab geregelt ist, dass es eine Art Ablösespiel für Flick in München geben wird. Mit einem ähnlichen Modell hatten die Bayern und der Niederländische Fußball-Verband sich aus dem Streit über eine Nationalmannschafts-Verletzung von Arjen Robben bei der WM 2010 befreit. Mit der Vermarktung eines Länderspiels erzielt der DFB in der Regel Einnahmen um die fünf Millionen Euro. Kassieren würde dann aber der FC Bayern. gük