Keine One-Man-Show

von Redaktion

1860 Nicht nur Mölders entscheidet Spiele

München – Die Chancen stehen gut, dass Sascha Mölders am 22. Mai zum Torschützenkönig der 3. Liga gekürt wird. Der Löwen-Kapitän hat in 35 Spielen (einmal fehlte er gesperrt) 21 Tore erzielt und dafür keinen Elfmeter benötigt wie etwa der auf Platz zwei gelistete Halle-Kollege Boyd (16/3). Stark auch: Keiner der Drittliga-Ballermänner benötigt weniger Zeit pro Torerfolg (149 Minuten). Und berücksichtigt man dann noch die neun Assists, die Mölders zu den insgesamt 66 Löwen-Toren beigesteuert hat, zeigt sich auf imposante Weise der Wert des 36-Jährigen für den Tabellendritten aus Giesing.

Alles Mölders also bei den Löwen? Könnte man denken, ist aber nicht so, wie speziell die zehn niederlagenlosen Spiele seit Beginn der 1860-Aufholjagd Anfang März zeigen. Zwar hat Mölders auch zur imposanten Erfolgsserie sechs Treffer beigesteuert, was die Wichtigkeit der Tore angeht, hat der Team-Oldie jedoch Gesellschaft bekommen: von Richard Neudecker und Phillipp Steinhart.

Linksverteidiger Steinhart erzwang den Sieg gegen Dresden und das 1:1 in Wiesbaden, traf zudem doppelt beim 3:0 gegen den FCK. Und Neudecker? Das Siegtor gegen Verl (3:2) und die 1:0-Führungen bei Türkgücü, in Mannheim und gegen Lautern gehen auf das Konto des Mittelfeld-Treibaufs. Gäbe es noch die „Effifu“-Wertung, eine Statistik-Spielerei, bei der in den Nullerjahren die effizientesten Profis ermittelt wurden – Neudecker wäre in der entscheidenden Saison-Phase zumindest der Löwen-Effifu.

Wie sagte Trainer Michael Köllner nach der Gala gegen Lautern? „Wir wollen die Mannschaft besser machen, das inkludiert dann, dass sich die Spieler verbessern. Ich freue mich über jeden einzelnen Spieler, wenn er sich verbessert.“ Doch Torschützenkönig hin, Effifu her, die größte Freude würde dann wohl doch der gemeinsame Aufstieg auslösen. ULI KELLNER

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