München – Trainer-Beben beim italienischen Meister! Erfolgscoach Antonio Conte, 51, verlässt Inter Mailand im Sommer nach nur zwei Jahren schon wieder – und das, obwohl er den Club jüngst zum ersten Scudetto seit 2010 geführt hatte.
Doch warum macht der exzentrische Conte Schluss? Laut italienischen Medienberichten ist der Trainer nicht einverstanden mit den vom Verein geplanten Sparmaßnahmen. Der chinesische Clubchef Steven Zhang, zugleich Boss des Industrie-Riesen Suning, hatte Contes Forderungen nach neuen Spielern offenbar abgelehnt.
Hintergrund: Auf Inter lasten Gehaltskosten von mehr als 280 Millionen Euro pro Jahr. Wegen der Corona-Krise haben die Mailänder 70 Millionen Euro weniger als im Vorjahr eingenommen. Inters Geschäftsführer Giuseppe Marotta, 64, erklärte: „In dieser Phase ist es richtig und eine Pflicht, die Kosten zu senken, vor allem die Spielergehälter, die nicht zu bezahlen sind.“ Inter plant, mehrere Stars zu verkaufen, um die Schulden zu reduzieren.
Das dürfte beim FC Bayern wohlwollend aufgenommen werden. Denn: Die Münchner haben Inters Rechtsverteidiger Achraf Hakimi (22, Marktwert 50 Mio.) auf dem Zettel. Der Marokkaner selbst sagte Almarssad Pro: „Ich bin sehr zufrieden mit Inter Mailand, aber ich weiß nicht, was nächste Saison passieren wird. Ich kann nur sagen, dass ich glücklich bin hier.“
Knackpunkt wäre aus FCB-Sicht die Ablösesumme. Inter legte für Hakimi im vergangenen Sommer 45 Millionen Euro auf den Tisch, verpflichtete ihn von Real Madrid. Und auf ein Verlustgeschäft wird der italienische Champion kaum eingehen. jau