Goretzka: Klare Kante gegen Rassismus

von Redaktion

Bayern- und DFB-Star nutzt seine Prominenz, um Faschismus zu bekämpfen

Seefeld – Leon Goretzka will sich als prominenter Fußball-Nationalspieler verstärkt in den Kampf gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit einbringen. „Das berührt mich sehr. Und ich werde weiter bei jeder Gelegenheit dazu Stellung beziehen“, sagte der Profi des FC Bayern im Interview des Kundenmagazins der Deutschen Bahn, das zum Start der EM-Vorbereitung des DFB-Kaders in Seefeld in Tirol erschien. Goretzka kann nach einem Muskelfaserriss noch nicht mit der DFB-Auswahl trainieren.

„Mannschaftssport ist ja das perfekte Sinnbild dafür, wie eine Gesellschaft funktionieren sollte: Es ist egal, wo du herkommst, welche Sprache du sprichst und was für eine Kultur du lebst. Und ich wünsche mir, dass das auch zu 100 Prozent für unser Land gilt“, betonte Goretzka.

Auf einem Foto im Magazin „DB mobil“ schwenkt der 26-Jährige eine Fahne mit der Aufschrift: „kein fußball den faschisten“. Die rassistischen Beleidigungen, die sich 2019 beim Duell mit Serbien gegen seine Nationalteamkollegen Leroy Sané und Ilkay Gündogan richteten, hätten ihn schockiert. „Das war die Initialzündung, mich jederzeit klar und deutlich zu äußern“, sagte Goretzka.

Klar stellte sich Goretzka mit Blick auf die Bundestagswahl gegen die AfD, „die in der Pandemie wiederholt bewiesen hat, dass sie keine Alternative ist“. Wenn er für sein Land spiele, möchte er auch für „unsere Werte und Verfassung“ spielen, sagte er: „Nicht für ein Land, das in Geschichte nicht aufgepasst hat. Schwarz-Rot-Gold sind die Farben der Demokratie, nicht der Rechten.“  dpa

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