Alpe di Mera – Zwischendurch ist der Mann in Rosa ziemlich unter Druck gekommen. Sechs Kilometer vor der Berg-ankunft in Alpe di Mera attackierte der Brite Simon Yates, ihm folgten auf dem Anstieg noch weitere Bergspezialisten, während Egan Bernal, Spitzenreiter des Giro d’Italia, zunächst sichtbar schwächelte.
Doch der Kolumbianer überwand die kurze Krise und verteidigte als Tagesdritter auf der 19. Etappe seine Gesamtführung. Zwei Etappen vor Giro-Ende beträgt sein Vorsprung auf den Italiener Damiano Caruso 2:29 Minuten. Der Gesamtdritte Yates, der seinem vierten Etappensieg bei einer Italien-Rundfahrt feierte, machte auf Bernal immerhin 28 Sekunden gut. Von Bernal trennen ihn nun noch 2:49 Minuten. „Ich bin sehr glücklich, das Team hat einen fantastischen Job gemacht“, sagte Yates: „Ich werde weiter versuchen, mein Bestes zu geben.“
Am vorletzten Tag des Giro erwartet das Fahrerfeld noch einmal eine schwere Bergetappe. Start ist am Samstag am Lago Maggiore, die 20. Etappe endet nach 160 Kilometern in 1727 Metern Höhe in Alpe Motta. Zuvor stehen auf dem größtenteils durch die Schweiz verlaufenden Tagesabschnitt noch der San-Bernardino-Pass (2065 Meter) und der Splügenpass (2115) auf dem Programm. Zu Ende geht der Giro am Sonntag mit einem 30,3 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Senago nach Mailand. dpa/sid