EM IN KÜRZE

Zutrauen in Löws Team Portugals Cancelo positiv getestet

von Redaktion

Frühere EM-Kapitäne

Die Kapitäne der drei deutschen EM-Siegerteams trauen der Fußball-Nationalmannschaft bei der seit Freitag laufenden Europameisterschaft einiges zu. „Ich bin optimistisch. Mit Müller und Hummels hat die Elf wieder eine Orientierung bekommen“, sagte Franz Beckenbauer, Europameister von 1972, der „Bild am Sonntag“. Beckenbauer sieht auch in dem bereits feststehenden Abschied von Bundestrainer Joachim Löw nach dem Turnier einen Vorteil für die deutsche Mannschaft. „Man spürt, dass die Spieler ihrem Trainer einen großen Abschied bereiten wollen. Sie laufen für Jogi Löw“, sagte der 75-Jährige.

Bernard Dietz, Kapitän der deutschen Europameister-Mannschaft von 1980, traut dem aktuellen DFB-Team „den Titel durchaus zu, weil Jogi Löw über seinen Schatten gesprungen ist und Hummels sowie Müller zurückgeholt hat. Mit der Erfahrung im Team kann es klappen.“ Auch Jürgen Klinsmann, Spielführer beim bislang letzten deutschen EM-Triumph 1996, hält den Titelgewinn „absolut für möglich“, wie er sagte. „Diese tolle Generation hätte es verdient, nachdem sie 2014 Weltmeister geworden ist, jetzt auch noch Europameister zu werden.“

Corona

Beim Titelverteidiger und deutschen EM-Gegner Portugal ist Abwehrspieler João Cancelo (Foto: afp/Pierre-Philippe Marcou) kurz vor dem Auftaktspiel gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein PCR-Test habe am Sonntag das Ergebnis eines Antigentests vom Vortag bestätigt, teilte der portugiesische Fußballverband FPF mit. Dem 27-Jährigen, der bei Manchester City unter Vertrag steht, gehe es soweit gut und er habe sich in Budapest in Isolation begeben. „Widerstandskraft ist die Fähigkeit, sich von Krisen zu erholen und daraus zu lernen. Und mit Flexibilität und Optimismus ein klares Ziel zu verfolgen in der Gewissheit, dass alles vorbeigeht“, schrieb Cancelo auf Instagram. Für Cancelo rückt U21-Nationalspieler Diogo Dalot vom AC Mailand nach. Den 22-Jährigen erreichte der Ruf von Nationaltrainer Fernando Santos während eines Urlaubs mit seiner Freundin in Dubai. Er sollte noch am Sonntag von dort direkt in die ungarische Hauptstadt fliegen, berichtete die Sportzeitung „Record“.

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