Antonio Rüdiger
Am Morgen nach seinem seltsamen Knabber-Angriff auf Frankreichs Top-Star Paul Pogba (Foto: sampics/ Stefan Matzke) zeigte Antonio Rüdiger ehrliche Reue. „Da darf ich mit dem Mund nicht so an seinen Rücken hingehen – gar keine Frage. Das sieht unglücklich aus“, sagte der 28-Jährige. Die nicht nur im Netz viel diskutierte Szene war einer der großen Aufreger beim deutschen EM-Auftaktspiel gegen Weltmeister Frankreich (0:1). Was war passiert? Kurz vor der Pause knabberte Rüdiger seinem Gegenspieler bei einem kleinen Gerangel ins Schulterblatt (44.). Pogba schrie auf und beschwerte sich bei Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande (Spanien). Nach dem Spiel aber betonte er: „Toni und ich sind Freunde. Das war nichts Großes. Wir haben uns nach dem Spiel umarmt, das war’s.“ Tatsächlich fühlten sich einige Fans an den legendären „Beißer“ Luis Suarez erinnert. Der Stürmer aus Uruguay hatte unter anderem bei der WM 2014 den italienischen Abwehrspieler Giorgio Chiellini in die linke Schulter gebissen – und wurde daraufhin für neun Pflichtländerspiele gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt. Mit einer ähnlich harten Reaktion der UEFA rechnet Rüdiger nach seiner viel harmloseren Aktion nicht.
Gary Lineker
Die anhaltenden Rückschläge für die deutsche Nationalmannschaft bei großen Turnieren lässt das englische Fußball-Idol Gary Lineker (Foto: imago) an der Sinnhaftigkeit seines legendären Spruchs über die DFB-Auswahl zweifeln. „Ich denke, ich muss das alte Zitat wohl in Rente schicken“, twitterte Lineker am Mittwoch nach der 0:1-Auftaktniederlage der deutschen Elf bei der EM gegen Weltmeister Frankreich. Es war die dritte DFB-Pleite in den vergangenen vier Turnierspielen. Seinen Kult-Spruch hatte Lineker (60) nach dem verlorenen WM-Halbfinale mit England gegen Deutschland (3:4 i.E.) geäußert: „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“