Thiago
Der frühere Bayern-Profi Thiago (Foto: dpa/ Thanassis Stavrakis) vermisst im fortschrittlichen Fußball häufig die Magie. „Ich sage mal so: Ich hasse den modernen Fußball, ich bin etwas klassischer“, äußerte der spanische Nationalspieler im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung. Der Mittelfeldspieler des FC Liverpool begründet dies mit den Folgen der Corona-Pandemie, aber auch mit der zunehmend besseren Ausbildung der Spieler sowie technischen Hilfsmitteln beispielsweise für die Schiedsrichter. „Die Bauernschläue verschwindet. Einige mythische Spielzüge hätten ohne VAR nie existiert. Ich fand es vorher besser“, sagte Thiago. Der 30-Jährige betonte weiter: „Seit der Covid-Phase haben wir analytischere Mannschaften, noch besser vorbereitete Teams, weil der Trainer sich im Spiel besser mit der Mannschaft verständigen kann, weil wir untereinander besser kommunizieren können. Das verändert den Kern des Spiels.“
Er glaube daher, dass es im Fußball „weniger magische Aktionen als früher“ gebe: „Das liegt aber auch daran, dass die Spieler, die dazu imstande wären, seltener Magie zeigen, weil sie schneller und physisch stärker sind“, sagte Thiago.
Kasper Hjulmand
Trainer Kasper Hjulmand (Foto: dpa/ Claus Bech) hat nach den dramatischen Ereignissen um Christian Eriksen für die dänische Nationalmannschaft einen Neustart ausgerufen. „Es fühlt sich ein bisschen so an, als beginnt die EM jetzt. Es fühlt sich jetzt wie eine normale Situation an“, sagte der 49-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Russland: „Wir werden bereit sein für eine magische Nacht.“ Er habe festgestellt, dass die Atmosphäre seit dem Besuch von Eriksen im Teamcamp „ein bisschen anders“ ist, führte Hjulmand aus: „Das hat sehr viel bedeutet. Ihm in die Augen zu sehen, tat gut. Es war für einige Spieler sehr wichtig.