Tokio – Seine weiter intakte Medaillenchance im Einzel tröstete Alexander Zverev nicht über das Viertelfinal-Aus im Doppel hinweg. Frustriert kam der beste deutsche Tennisspieler nach der Niederlage mit Jan-Lennard Struff im Ariake Tennis Park vom Platz. „Ich hatte schon den Traum, zwei Medaillen hier für Deutschland zu gewinnen“, sagte der 24-Jährige nach dem 3:6, 6:7 (4:7) gegen Austin Krajicek und Tennys Sandgren (USA). Am Donnerstag will die deutsche Nummer eins mit einem Erfolg über Jeremy Chardy (Frankreich) das Halbfinal-Duell mit Superstar Novak Djokovic (Serbien) perfekt machen.
Im Achtelfinale hatte Zverev beim 6:4, 7:6 (7:5) gegen Nikolos Bassilaschwili (Georgien) fantastisch aufgeschlagen. Sieben Aufschlagspiele nacheinander gewann er zu Null, dazu kamen elf Asse und kein Doppelfehler. „Außergewöhnlich“, rühmte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann die Aufschlag-Quote gegen Bassilaschwili: „Da kann man nur den Hut vor ziehen. Das sind die Aufschlagleistungen, die man sich von ihm wünscht.“
Zverev, der erste Deutsche im Viertelfinale seit 21 Jahren, verlor gegen Bassilaschwili nur einmal die Contenance. Die mehr als 30 Grad machten ihm zu schaffen. Als er dann eine Verwarnung kassierte, weil er sich beim Aufschlag zu viel Zeit gelassen hatte, maulte er in Richtung Schiedsrichterin Marijana Veljovic. „Es ist nichts gemacht worden“, klagte er: „Wir werden behandelt wie Schweine.“ Der Ärger verflog dann aber schnell, Zverev ließ sich nicht beirren.
Nun will er am Donnerstag im Einzel-Viertelfinale die nächste Hürde nehmen. Dann spielt auch das Mixed Laura Siegemund/Kevin Krawietz ums Halbfinale. dpa