Das letzte Gefecht: Hartung tritt mit Spektakel ab

von Redaktion

Tokio – Max Hartung (31) schloss die Augen, holte tief Luft und setzte im schier aussichtslosen Kampf um Bronze zum letzten Tanz auf der Planche an. Leichtfüßig, energisch und zielsicher trieb der deutsche Säbelfechter im finalen Gefecht seiner Karriere Olympiasieger Aron Szilagyi zur schieren Verzweiflung. Das 14:5 kam einer Demütigung gleich – und es genügte doch nicht zur Erfüllung des Medaillentraumes.

„Es war eine Aufholjagd, die fast geklappt hätte“, sagte Hartung mit feuchten Augen. Am Ende verloren er, Benedikt Wagner und Richard Hübers im Teamwettbewerb der Sommerspiele in Tokio das Duell um Bronze gegen Ungarn mit 40:45. Und doch hatte sich Hartung nichts vorzuwerfen. „Es war das letzte Mal. Da brauchte man nichts aufzuheben“, sagte er nach seinem Karriereende. Nachhaltige Wirkung will Hartung nun noch stärker auf der sportpolitischen Ebene erzielen. Er hat sich einen Namen gemacht als meinungsstarker Vorreiter im Kampf um die Athletenrechte.  sid

Artikel 1 von 11