Der englische Fußball-Verband hat angesichts möglicher Langzeitfolgen für Fußballprofis durch Kopfbälle neue Leitlinien herausgegeben. So soll jeder Spieler pro Trainingswoche maximal zehn „Kopfbälle mit höherer Kraft“ durchführen, etwa nach langen Pässen (mehr als 35 Meter) oder nach Flanken, Ecken und Freistößen. „Diese Empfehlung dient dem Schutz des Spielerwohls und wird regelmäßig überprüft, wenn weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um mehr über die Auswirkungen des Kopfballs im Fußball zu erfahren“, teilte die FA am Mittwoch mit. Die Vereine sollen zudem Spielerprofile erstellen, die Geschlecht, Alter, Spielposition, die Anzahl der Kopfbälle pro Spiel und die Art dieser Kopfbälle berücksichtigen. Diese Profile können verwendet werden, um sicherzustellen, dass alle Trainingseinheiten die Art und Anzahl der Kopfbälle widerspiegeln, die ein Spieler in einem Spiel erwarten könnte, hieß es. Gelten sollen die neuen Leitlinien für die ersten vier Männer-Ligen und die Frauen Championship, aber auch im Amateur- und vor allem im Jugendbereich sollen zu hohe Belastungen im Kopfballbereich vermieden werden. Besonders in England gibt es eine Debatte über die möglichen Langzeitfolgen des Fußballs. In Studien werden ehemalige Fußballprofis auf frühe Anzeichen neurokognitiver Störungen untersucht.