Rudern
Eine Vollbremsung nach einem Ruderfehler hat den Doppelvierer der Frauen (Foto: dpa) bei den Olympischen Spielen in Tokio die fast schon sichere Silbermedaille gekostet und leer ausgehen lassen. Klar auf Rang zwei liegend fing sich die Crew um die drei Olympia-Neulinge Frieda Hämmerling (Kiel), Franziska Kampmann (Waltrop) und Carlotta Nwajide (Hannover) sowie Daniela Schultze (Potsdam) einen sogenannten Krebs und rutschte durch den Patzer von Rang zwei auf Platz fünf ab.
„Wir hatten bis zu dem Punkt das beste Rennen unserer Saison und hatten uns auch schon auf Silberkurs gesehen. Dann sind wir hängengeblieben“, sagte Nwajide im ZDF und resümierte: „Das ist einfach eine bittere Niederlage.“ Olympiasieger wurde das Boot aus China vor Polen und Australien. Für den Doppelvierer war binnen weniger Sekunden dagegen alles vorbei. „Wir hätten unser Ding einfach sauber zu Ende fahren müssen, das haben wir nicht gemacht. Dann haben die anderen es einfach besser gelöst bei den Bedingungen, das gehört beim Rudern auch dazu“, sagte Kampmann.
Tischtennis
Kämpfernatur Dimitrij Ovtcharov (Foto: dpa) schloss erleichtert die Augen und umarmte Bundestrainer Jörg Roßkopf. Nach seinem Comeback-Sieg im Viertelfinale von Tokio greift der frühere Tischtennis-Weltranglistenerste nach seiner zweiten Olympia-Medaille im Einzel. Der 32-jährige Deutsche drehte einen 0:2-Satzrückstand und bezwang den Brasilianer Hugo Calderano noch mit 4:2 (7:11, 5:11, 11:8, 11:7, 11:8, 11:2). „Ich habe mir nur gesagt: Dima, bleib im Spiel, such nach deiner Chance“, berichtete Ovtcharov: „Natürlich bin ich erleichtert und glücklich.“ Im Halbfinale trifft er am Donnerstag (09.00 Uhr/MESZ) auf Rio-Gewinner Ma Long aus China. „Er hat die Form, um ihn zu spielen“, äußerte Bundestrainer Jörg Roßkopf: „Wir werden alles probieren.“ Und Ovtcharov betonte: „Ich glaube an meinen Sieg.“ Vorbei ist das Turnier für Han Ying. Die 38-Jährige verlor ihr Viertelfinale gegen Sun Yingsha aus China mit 0:4.