Gigantentag für den deutschen Segelsport

von Redaktion

Enoshima – Am „Gigantentag“ kamen die deutschen Segler im Olympia-Hafen vor Eno-shima nicht mehr aus dem Feiern heraus. Sie tanzten und warfen sich gegenseitig ins Wasser. Binnen vier Stunden holte die deutsche Flotte in den Medal Races am Dienstag drei Medaillen in der Sagami-Bucht, wo Willy Kuhweide 1964 mit seinem Gold-Gewinn zur Legende wurde.

Erst fuhren Tina Lutz und Susann Beucke im 49er FX zu Silber. Dann wiederholten Erik Heil und Thomas Plößel im 49er ihren Bronze-Coup von Rio.

Zum Abschluss legten die Katamaran-Segler Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer im Nacra 17 ebenfalls mit Bronze nach.

„Das ist ein Gigantentag für den deutschen Segelsport“, sagte 49er-Steuermann Heil nach dem erfolgreichsten Segel-Abschneiden seit Sydney 2000. Damals hatte es ebenfalls dreimal Edelmetall (2 Silber, 1 Bronze) gegeben. Für Nacra-17-Segler Kohlhoff kommt der Erfolg nicht überraschend: „Was hier an Vorbereitung geleistet wurde, war hochprofessionell.“

Besonders emotional war der Medaillen-Gewinn für Tina Lutz und Susann Beucke. Nach zwei verpassten Olympia-Teilnahmen waren die beiden 30-Jährigen am Ziel. „Wie oft wir zusammen geheult haben, wie oft wir zusammen wieder auferstanden sind“, sagte Steuerfrau Tina Lutz.  dpa

Artikel 1 von 11