Gold-Reiterin Krajewski: „Zeigt, dass Märchen wahr werden“

von Redaktion

Tokio – In einem Jahr voller Höhen und Tiefen misst Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski ihrem Olympiasieg sogar eine hollywoodreife Dimension bei. „Es zeigt dann doch, dass Märchen manchmal wahr werden“, sagte die 32-Jährige, die am Montag als erste Frau Gold in der Einzelwertung gewonnen hatte: „Ich fühle mich ein bisschen wie in einem Film, bei dem man denkt: Zum Glück hatte der Autor jetzt Erbarmen mit der Hauptfigur, und es ist ein Happy End passiert.“ Gerade Anfang des Jahres hatte Krajewski viele emotionale Nackenschläge verkraften müssen. Ihr Vater verstarb, der aber „diese Woche immer bei mir war“, wie die Warendorferin sagte. Zudem musste sie ihr Spitzenpferd Samourai du Thot in den Ruhestand schicken. Deshalb sei der Triumph auch nach der ersten Nacht „immer noch überwältigend“, die Ausmaße konnte Krajewski immer noch nicht begreifen. „Vielleicht haben andere schon mehr verstanden, was es bedeutet“, sagte sie: „Aber ich wirklich noch nicht.“  sid

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