OLYMPIA IN KÜRZE

Goldtraum von Stäbler geplatzt Im Gleichschritt ins Halbfinale

von Redaktion

Ringen

Die Stimme des sonst so selbstbewussten Frank Stäbler (Foto: afp/li.) war ungewohnt dünn, als er höhere Mächte für den geplatzten Gold-Traum verantwortlich machte. „Der Olympiagott wollte einfach nicht, dass ich Olympiasieger werde“, haderte der enttäuschte deutsche Vorzeigeringer mit seiner unglücklichen Niederlage im Viertelfinale von Tokio. „Es war ein Kampf auf Augenhöhe. Aber es gab drei, vier kritische Situationen, die alle gegen mich ausgingen“, beschrieb Stäbler das Duell mit dem Iraner Mohammad Reza Geraei in der griechisch-römischen Gewichtsklasse bis 67 kg: „Am Ende hat der Kopf noch funktioniert, aber die Arme und Beine wollten nicht mehr. In der letzten Minute habe ich nur noch im Unterbewusstsein gekämpft.“ Immerhin hat Stäbler am Mittwoch noch die Chance auf Bronze. Da Reza Geraei sein Halbfinale gegen den Georgier Ramaz Zoidze gewann, kann der Deutsche am Mittwoch über die Hoffnungsrunde noch in den Kampf um Bronze gegen Zoidze einziehen.

Tischtennis

Die deutschen Tischtennis-Teams kämpfen bei den Olympischen Spielen in Tokio um die Medaillen. Bronzegewinner Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Patrick Franziska zogen am Dienstag mit einem 3:2 gegen Taiwan in Tokio ebenso wie die Frauen-Auswahl ins Halbfinale ein. Schon am Mittwoch (12.30 Uhr/MESZ) könnte sich die an zwei gesetzte Männer-Mannschaft mit einem weiteren Erfolg gegen Japan eine Medaille sichern. Der Viertelfinalerfolg der deutschen Frauen war emotional. Vor Aufregung kamen Shan Xiaona bereits vor dem entscheidenden Einzel die Tränen. Dann führte sie ihr Team mit ihrem 3:0 (11:8, 11:6, 11:9) gegen Choi Hyojoo ins Halbfinale. „Ich war so nervös“, so die 38-Jährige. „Vorher habe ich auf der Toilette so ein bisschen geheult, am Tisch hatte ich dann ein bisschen weniger Druck“, erzählte sie. „Ich konnte es nicht zurückhalten.“

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