Hambüchen – Bruce Willis bei Eurosport

von Redaktion

GLOSSE

VON GÜNTER KLEIN

Problem für viele, die tagsüber arbeiten: Wo bekommen sie am Abend Olympia zusammengefasst? Tipp: Bei Eurosport1. Dort läuft um 21.15 Uhr die kleine Show „Big in Japan“, Co-Moderator ist Bruce Willis, der sich gut gehalten hat und ein solides Deutsch spricht.

Natürlich ist es nicht der originale Actionfilm-Star, sondern ein deutscher Sportheld, der da im Fernsehstudio seine Expertise abgibt. Aber wir hatten Schwierigkeiten, Fabian Hambüchen zu erkennen. Obwohl wir schon das ganze Jahrtausend mit ihm verbringen.

2004 debütierte er bei Olympia. Er war 16, ein Kind mit Streberbrille, hatte aber eine erstaunliche Bassstimme. 2008 und 12 litten wir mit ihm, weil er nicht Gold gewann, 2016 feierten wir ihn dafür, dass er sich am Reck mit dem Olympiasieg erlöste. Nun sind die Haare vom Kopf verschwunden, doch im Training scheint Fabian Hambüchen noch immer zu sein. Sein Bizeps ist eine solche Kanonenkugel, dass es ihm schwerfällt, die Arme an den Körper anzulegen. Täglich stürzt er sich in eine „Challenge“, muss diverse olympische Sportarten ausprobieren. Er schießt, klettert, rennt, kentert, leidet, überlebt. Was ihn von Bruce Willis unterscheidet: Seine Shirts sind sauberer.

Vorteil des Imagewandels: In Hambüchen wird nicht mehr der Turner gesehen, er muss ein Fernsehstudio also nicht im Handstandüberschlag betreten. Die Sendung beginnt, und er sitzt schon da.

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