OLYMPIA IN KÜRZE

Deutsche Springreiter verpassen Medaille Transgender Athletin beendet Karriere

von Redaktion

Gold-Serie gerissen

Die deutsche Gold-Serie im Pferdesport in Tokio ist gerissen. Daniel Deußer (Foto: dpa) scheiterte im Einzel-Finale der Springreiter frühzeitig und sorgte für enttäuschte Mienen in der deutschen Reiter-Delegation. Mit acht Strafpunkten verpasste der 39-Jährige im Sattel von Killer Queen deutlich das Stechen um die Medaillen und kam nur auf Platz 18. Als letzte Hoffnung bleibt nun der Teamwettbewerb. „Das ist natürlich enttäuschend“, sagte Delegationsleiter Dennis Peiler. „Es sollte heute nicht sein, aber sicher hatten wir uns mehr erhofft.“ Deußer hatte als einziger Reiter des deutschen Teams das Finale der besten 30 erreicht, doch mit seiner Stute fehlte die gewohnte Souveränität. Schon früh im Parcours klapperten die Stangen, ehe der im belgischen Rijmenam lebende Hesse zwei Abwürfe hinnehmen musste. Der in Wiesbaden geborene Weltcup-Sieger von 2014 war als Weltranglisten-Erster einer der großen Favoriten. Allerdings musste Deußer in Tokio auf sein Top-Pferd Tobago verzichten. Die Goldmedaille ging an den Briten Ben Maher auf Explosion.

Gewichtheben

Laurel Hubbard, die in Tokio als erste offene transgender Athletin bei Olympischen Spielen Geschichte geschrieben hatte, hat ihren Rücktritt vom Gewichtheben angekündigt. „Das Alter hat mich eingeholt. Wenn wir ehrlich sind, hat es mich wahrscheinlich schon vor einiger Zeit eingeholt“, sagte die 43-Jährige. Die Neuseeländerin hatte im Superschwergewicht (+87 kg) am Montag gleich drei Fehlversuche im Reißen hingelegt und schied vorzeitig aus. Ihr langer Verbleib im Sport sei „wahrscheinlich nicht zuletzt auf gewaltige Mengen an Entzündungshemmern zurückzuführen“, ergänzte Hubbard. Es sei an der Zeit, „dass ich darüber nachdenke, die Schuhe an den Nagel zu hängen“. Hubbard war als Mann geboren worden und ließ ihr Geschlecht 2012 anpassen.

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