Malaika Mihambo
Auf eine große Siegesparty hat Malaika Mihambo (Foto: Michael Kappeler/dpa) nach ihrem Gold-Sprung von Tokio verzichten müssen. „Ich habe nicht gefeiert, ich war um 22.30 Uhr einfach fertig und habe mich auf mein Bett gefreut. Ich habe mich einfach hingelegt und geschlafen“, sagte die Olympiasiegerin am Tag nach ihrem Weitsprung-Triumph. „Jetzt freue ich mich drauf, dass ich zu Hause im kleinsten Kreis, mit den engsten Leuten das feiern kann. Das ist mir wichtiger als alles andere“, sagte die Leichtathletin. Bis zu den nächsten Olympischen Spielen in Paris 2024 will sie auf jeden Fall weitermachen. „Ja, ich denke schon. Das hat man an meiner Startnummer gesehen, die hat es schon angekündigt“, sagte sie. Mit der Zahl 24 endete ihre Startnummer.
200-m-Finale
Der kanadische Sprinter Andre De Grasse hat in beeindruckender Manier Olympia-Gold über 200 m gewonnen und nach vielen vergeblichen Anläufen seinen ersten großen Titel geholt. Im Finale von Tokio setzte sich der 26-Jährige mit dem Landesrekord von 19,62 Sekunden durch und wurde damit Nachfolger von Usain Bolt. Der Jamaikaner hatte 2008, 2012 und 2016 triumphiert. Silber sicherte sich der US-Amerikaner Kenneth Bednarek in 19,68 Sekunden Silber vor seinem Landsmann Noah Lyles (19,74). „Ich habe diesen Moment herbeigesehnt, ich habe hart für diesen Moment trainiert“, sagte De Grasse: „Nach den 100 m war ich ein bisschen enttäuscht von mir selbst, weil ich es hätte besser machen können. Ich sagte mir: Ich muss da raus und diese 200 m holen, ich muss raus gehen und sie holen“.
De Grasse hatte in Tokio bereits Bronze über 100 m gewonnen. In Rio war er 2016 Zweiter über 200 m sowie Dritter über 100 m und mit der Staffel. Bei Weltmeisterschaften gab es für ihn bislang einmal Silber und dreimal Bronze. 100-m-Olympiasieger Lamont Marcell Jacobs aus Italien war nicht am Start.