Tokio – Goldener Triumph durch „Nerven-Wunder“ Malaika Mihambo, Überraschungssilber durch Geher Jonathan Hilbert und Diskuswerferin Kristin Pudenz – aber auch herbe Enttäuschungen wie jene von Speer-Favorit Johannes Vetter: Die deutschen Leichtathleten haben bei Olympia in Tokio ein großes Auf und Ab erlebt. Trotz einiger Ausreißer nach oben fiel die Gesamtbilanz des riesigen DLV-Teams doch ein wenig ernüchternd aus.
„Medaillenmäßig haben wir das Ergebnis von Rio erreicht“, sagte Chefbundestrainerin Annett Stein (Foto: dpa/Jens Büttner) am Sonntagmorgen: „Aber wenn wir das auf Grundlage der Chancen bewerten, die wir hatten, können wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein.“ Zweimal Gold und einmal Bronze hatte es 2016 in Brasilien gegeben, nun wurden es einmal Gold und zweimal Silber. „Wir haben mehr Potenzial gehabt“, sagte Stein. sid