Kipchoge erfüllt sein „Vermächtnis“

von Redaktion

Tokio – Weltrekordler Eliud Kipchoge hat zum zweiten Mal den olympischen Marathon gewonnen und damit mit dem legendären Abebe Bikila sowie Waldemar Cierpinski gleichgezogen. Am letzten Tag der Sommerspiele von Tokio triumphierte der 36 Jahre alte Kenianer in 2:08:38 Stunden vor dem Niederländer Abdi Nageeye (2:09:58) und dem Belgier Bashir Abdi (2:10:00).

„Ich denke, ich habe mein Vermächtnis erfüllt“, sagte Kipchoge: „Ich hoffe, das inspiriert kommende Generationen.“ Kipchoge siegte im olympischen Außenposten Sapporo noch deutlicher als vor fünf Jahren in Rio, als sein Vorsprung 1:10 Minuten betragen hatte. Vor ihm hatten der Äthiopier Bikila (1960 und 1964) und Cierpinski für die DDR (1976 und 1980) den Doppelerfolg geschafft.

Bester Deutscher war Richard Ringer (Rehlingen) auf Platz 26 (2:16:08). Der deutsche Rekordhalter Amanal Petros, der lange zur Spitzengruppe gehört hatte, fiel bei drückend warmen Temperaturen noch auf Platz 30 (2:16:33) zurück. Hendrik Pfeiffer (beide Wattenscheid) wurde 50. (2:20:43).

Auch bei den Frauen gab es Marathon-Gold für Kenia: Peres Jepchirchir siegte in 2:27:20 Stunden. Als hervorragende Sechste kam die Deutsche Melat Kejeta (28/Kassel) ins Ziel. Vor 13 Jahren war sie aus Äthiopien geflüchtet, im deutschen Nationaltrikot kam sie nun in der absoluten Weltspitze an. „Ich habe geträumt, als Kind bei Olympia dabei zu sein“, sagte Kejeta: „Ich habe meinen Traum erfüllt und bin sehr, sehr zufrieden.“  dpa

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