Golf-Olympiasiegerin
Golferin Nelly Korda (Foto: afp/Yoshi Iwamoto) hat ihren steilen Aufstieg mit dem Gewinn der olympischen Goldmedaille in Tokio fortgesetzt. Die Weltranglistenerste aus den USA entschied das Turnier auf einer engen Schlussrunde mit einem Schlag Vorsprung für sich. Die Japanerin Mone Inami holte Silber im Stechen gegen Lydia Ko aus Neuseeland. Die beiden deutschen Starterinnen Caroline Masson (Gladbeck) und Sophia Popov (St. Leon-Rot belegten den 40. Rang. Die 23 Jahre alte Korda setzte mit ihrem Erfolg eine Familientradition fort: Ihr Vater Petr Korda spielte Tennis auf Weltklasse-Niveau, gewann 1998 die Australian Open. Auch Bruder Sebastian und Mutter Regina, unter dem Mädchennamen Rajchrtova Olympia-Teilnehmerin 1988, sind bekannte Namen im Tennis. Schwester Jessica spielt wie Nelly auf der US-Tour, in Tokio landete sie auf Platz 15.
Sportgymnastik
Linoy Ashram (Foto: afp/ Martin Bureau) hat bei den Sommerspielen in Tokio Geschichte geschrieben. Die 22 Jahre alte Sportgymnastin gewann im Einzelfinale am Schlusstag die Goldmedaille und avancierte damit zur ersten Olympiasiegerin aus Israel überhaupt.
Mit einem Start-Ziel-Sieg verwies Ashram die amtierende Mehrkampf-Weltmeisterin Dina Awerina (ROC) auf den zweiten Platz. Dritte wurde Alina Harnasko aus Belarus. Deutsche Athletinnen hatten sich nicht für Tokio qualifiziert.
Die erste Niederlage für Russlands Sportgymnastinnen seit 25 Jahren empfand deren Verbandspräsidentin Jirina Winer als „ungeheuer ungerecht“. Offenbar seien die Kampfrichterinnen „Russland-müde“, wetterte die Erfolgstrainerin in einem TV-Interview: „Und so haben sie entschieden, diese Frau aus Israel zu unterstützen.“ Scharfe Kritik übte auch Maria Sacharowa, Sprecherin des Außenministeriums: „Die Bastarde, die den Krieg gegen den russischen Sport begonnen haben, haben sich vor der ganzen Welt für eine Fälschung entschieden.“