Bahnrad
Der sturzgeplagte Routinier Roger Kluge (Foto: dpa/Sebastian Gollnow) hat von Olympia immer noch nicht genug. Der 35-Jährige blickte nach der verpassten Medaillenchance im Zweier-Mannschaftsfahren mit Teamkollege Theo Reinhardt bereits Richtung Paris 2024. „Ich habe damit schon immer geflachst. Ich fahre nur weiter, weil von unten nichts kommt. Wir sind immer noch Weltspitze, das möchte ich auch in drei Jahren sein“, sagte Doppelweltmeister Kluge. Dabei ist der Berliner nur 29 Tage nach seinem Sturz bei der Tour de France am Samstag wieder unsanft zu Boden gegangen. Damit war die erhoffte Medaille dahin, es blieb nur Platz neun. Kein Edelmetall auch für die anderen Deutschen: Emma Hinze wurde Vierte im Sprint, Maximilian Levy Sechster im Keirin.
Springreiter
Der Bundestrainer suchte im Moment der olympischen Enttäuschung nicht nach Ausreden. „Springreiten heißt Null reiten, und das haben wir nicht hingekriegt“, sagte Otto Becker (Foto: dpa/Friso Gentsch) nach den für seine Equipe medaillenlosen Spielen und einem frustrierenden neunten Platz in der Teamwertung.
In Beckers Team verfügte in Tokio nur der Weltranglistenerste Daniel Deußer über Olympia-Erfahrung. Andre Thieme, Maurice Tebbel und Christian Kukuk mussten nicht zuletzt dem Phänomen Olympia Tribut zollen. Er habe gedacht, gab Thieme zu, „ein Super-Pferd reicht aus, aber ich habe gelernt, dass so viel mehr zusammenpassen muss“. Tatsache ist: Becker fehlten in Tokio drei der weltbesten Reiter. Weltmeisterin Simone Blum, Christian Ahlmann und Marcus Ehning mussten passen, weil ihre Championatspferde nicht fit genug für Olympia waren.
Mannschafts-Olympiasieger und damit Nachfolger der ebenfalls „geplatzten“ Franzosen wurde Schweden mit zwei Punkten Vorsprung im Stechen gegen die USA. Dritter wurde Europameister Belgien.