Mit Mut gegen die Großen

von Redaktion

Für die Aufsteiger VfL Bochum und Greuther Fürth beginnt die Mission Klassenerhalt

Bochum/Fürth – Beim VfL Bochum ist die Vorfreude auf das erste Bundesligaspiel seit elf Jahren immer noch riesengroß: Daran änderte auch der Stotterstart mit dem knappen 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen den Wuppertaler SV im DFB-Pokal vergangene Woche nichts.

„Die Euphorie nach der Rückkehr in die Bundesliga ist weiterhin da. Ich könnte jeden Tag strahlen, dass wir mit dem VfL in der Bundesliga spielen dürfen“, sagte der Trainer des VfL Bochum Thomas Reis vor dem Auftaktspiel beim VfL Wolfsburg an diesem Samstag.

Dass gleich ein Auswärtsspiel bei einem Champions League-Teilnehmer ansteht, nimmt der 57-Jährige gelassen: „Es ist so wie es ist. Natürlich hätten wir gern ein Heimspiel gehabt.“ Die Bochumer stecken also gleich zu Beginn in der Außenseiterrolle, wie wohl noch häufiger in dieser Saison.

Als Vorbild für seine Mannschaft nannte Reis Arminia Bielefeld, die den Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit „mit Ruhe und einem deutlich geringeren Budget als die anderen Mannschaften“ geschafft haben. Und auch das wird das einzige Ziel für den VfL sein: der Klassenerhalt.

Genau darum wollen die Bochumer aber mit einer veränderten Spielweise kämpfen. „Wir wollen keinen Bus vor dem Tor parken, sondern aktiv verteidigen und eklig in den Zweikämpfen sein“, sagte Reis. Nur mit einer hohen Intensität und Einsatzbereitschaft sei eine erfolgreiche Saison möglich.

Ähnlich ergeht es dem zweiten Aufsteiger der SpVgg Greuther Fürth. „Wir wollen und werden alles dafür tun, um in dieser Liga zu bleiben“, sagte Fürths Trainer Stefan Leitl vor dem Spiel an diesem Samstag beim VfB Stuttgart. Außerdem konterte der Coach jegliche Prognosen, in denen Fürth als sicherer Absteiger gehandelt wird: „Ich bin davon überzeugt, dass es am Ende reichen kann, Platz 16 oder sogar 15 zu erreichen. Das ist das große Ziel.“

Wie schwierig das allerdings werden könnte, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. 2012 erstmals aufgestiegen, endete Fürths Bundesliga-Abenteuer heimsieglos mit dem verdienten Abstieg. Auch die jüngsten Ergebnisse inkl. der Pokal-Blamage bei Regionalligist Babelsberg (4:5 i.E.) erzeugten keine Aufbruchstimmung.

Ein Blick auf die Finanzlage der beiden Aufsteiger unterstreicht die Außenseiterrolle. „Vom Budget her liegen wir mit Greuther Fürth auf den Plätzen 17 und 18“, sagte Reis dem „kicker“. Damit dürfte auch im Winter kaum Geld für mögliche Kaderanpassungen im Kampf um den erhofften Klassenerhalt vorhanden sein.  sid

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