Nilsson triumphiert am Römerberg

von Redaktion

Schwede gewinnt Ironman-EM – Löschke wird Fünfter

Frankfurt – Patrik Nilsson reckte triumphierend beide Zeigefinger in die Höhe und zog noch schnell die Startnummer aus. Dann durchlief der Schwede das Ziel der Ironman-EM auf dem Römerberg in Frankfurt. 7:59:18 Stunden hatte der 29-jährige Schwede am Sonntag bei großer Hitze für 3,8 km Schwimmen, 185 km Radfahren und 42,2 km Laufen gebraucht. Für den Zweitplatzierten von 2018 bedeutete das den ersten Sieg bei dem Titelkampf in Hessen.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Däne Kristian Høgenhaug (8:00:18) und der Brite David McNamee (8:02:29). Bester Deutscher wurde der Potsdamer Franz Löschke, der nach 8:07:32 Stunden als Fünfter ins Ziel einlief und damit ein WM-Ticket knapp verpasste. Drei dieser sogenannten Slots für den Hawaii-Triathlon wurden dafür vergeben. Da Høgenhaug seinen Startplatz in Kona bereits sicher hatte, darf sich auch der Vierte, der Belgier Pieter Heemeryck, auf die weite Reise freuen.

Nilsson war auf der Laufstrecke 5,5 km vor dem Ziel am bis dahin führenden Høgenhaug vorbeigezogen. „Frankfurt gehört zu den Rennen, die man mal gewinnen muss“, sagte er. Dabei sei bei ihm fast alles schiefgangen. Nach dem Start im Langener Waldsee „wurde ich unter Wasser gedrückt“.

Später ärgerte sich Nilsson auf der Radstrecke immer wieder darüber, dass andere in der Verfolgergruppe nicht zur Führungsarbeit bereit waren. Löschke verlor wichtige Zeit in der Wechselzone zwischen Radfahren und Laufen. Zudem „hat mein Cluteus früh zugemacht“, sagte er.

Sehr zu kämpfen hatte der Freiburger Maurice Clavel, der auf der Laufstrecke immer wieder Gehpausen einlegen musste und als Sechster ins Ziel kam.  dpa

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