Vojens – Sie hatten sich die Sache schön vorgestellt beim EHC Red Bull München. Sönderjyske Vojens, der dänische Pokalsieger, das könnte ein lockeres Aufwärmprogramm werden für die neue Saison der Champions League. Nun ja, mit einem Sieg endete es ja, das erste Münchner Pflichtstück der neuen Saison. Doch dieses 5:1 (1:1, 1:0, 3:0) war ein weit härteres Stück Arbeit, als es dem Team von Trainer Don Jackson lieb sein konnte.
Dabei hatte alles so gut angefangen. Der EHC machte Dampf, der EHC erspielte sich Chancen und er traf auch. Trevor Parkes, natürlich der zweimalige Top-Torjäger der DEL, staubte in Überzahl zum 1:0 ab (9.). Doch der Spaß währte ganze zwei Minuten. Matt Salhany, der wohl klangvollste Name der, sonst auch gerne mit Eigengewächsen bestückten Truppe aus der 7412-Seelen-Gemeinde, hielt mal drauf: 1:1, da sah die ganze Münchner Abwehr, inklusive Schlussmann Danny aus den Birken alles andere als gut aus.
Spätestens da war klar: die Sache würde zäh werden. Die Dänen kämpften aufopferungsvoll, der EHC leistete sich Fehler. Fünf Strafen handelten sich die Münchner alleine im zweiten Drittel ein. Immerhin: Man bügelte die Sache mit starkem Penaltykilling aus. Und nicht nur das: Zwölf Sekunden vor der zweiten Sirene wuchtete Patrick Hager die Scheibe humorlos ins Netz. 2:1, es sollte so etwas wie der Genickbrecher für die wackeren Gastgeber werden.
Denn die erneute Führung gab den Münchnern dann doch die Sicherheit, die bis dahin über weite Strecken gefehlt hatte. Spätestens nach dem 3:1 (49.) durch Neuzugang Frederik Tiffels hatte die Partie endgültig ihre Richtung. Daryl Boyle (54.) und Yanic Seidenberg (60.) setzten schließlich den Deckel drauf auf das lange Zeit so knifflige Duell.
Doch schon bald ist eine Steigerung nötig – in Spiel zwei bekommt es der EHC red Bull mit dem schwedischen Vertreter Rögle BK zu tun. rp