Ackermann triumphiert beim Heimspiel

von Redaktion

Auftakt der Deutschland Tour: Der Sprintspezialist von Bora-hansgrohe beweist seine Topform

Schwerin – Pascal Ackermann riss nach einem fulminanten Königssprint vor dem Schweriner Schloss bei Tempo 70 die Arme in die Höhe, dann feierte er mit den Kollegen seinen persönlichen Befreiungsschlag. Der deutsche Topsprinter hat mit einem Auftaktsieg der Deutschland Tour zurück zur Topform gefunden. Der Pfälzer, der für die Tour de France wegen schwacher Leistungen nicht berücksichtigt worden war, siegte am Donnerstag auf der ersten Etappe über 191,4 Kilometer von Stralsund nach Schwerin im Massensprint vor seinem Landsmann Phil Bauhaus und dem Österreicher Marco Haller.

Ackermann übernahm damit auch das Rote Trikot des Gesamtersten. Routinier André Greipel konnte dagegen auf der Etappe durch seine alte Heimat genauso wie Tour-de-France-Sprintkönig Mark Cavendish im Finale nicht mitmischen.

„Ich bin in einer super Form. Ich werde zum Ende des Jahres noch mal alles geben. Ich war vor zwei Wochen krank, aber ich habe hart trainiert“, sagte Ackermann, der den Sprint früh angezogen hatte: „Es war ein bisschen früh, aber wir hatten Rückenwind.“

Im Finale spielte Ackermann seine Endschnelligkeit aus und feierte seinen sechsten Saisonsieg. Damit scheint die Saison für den 27-Jährigen doch noch ein versöhnliches Ende zu nehmen, auch wenn er selbst von einem „verlorenen Jahr“ spricht. Ackermann hatte bis zum Sommer kein Rennen gewonnen und war daher – mit vielen Nebengeräuschen – auch nicht für die Tour nominiert worden. „Der Frust fährt nicht mehr mit. Ich gucke nach vorne“, sagte Ackermann.

Zur kommenden Saison verlässt der Topsprinter den deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall und wechselt zu Tour-Champion Tadej Pogacar ins UAE-Team.

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