Anspruchsvoll, aber lösbar

von Redaktion

Der FC Bayern hat nach der CL-Auslosung nur ein Ziel: den Gruppensieg

VON JOSE CARLOS MENZEL LOPEZ

Istanbul – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. So wie gestern bei der Auslosung der Gruppenphase der Champions League, als der erste Gegner des FC Bayern gezogen wurde. Auf dem Zettel, den Chelsea-Legende Branislav Ivanovic in die Kamera hielt, stand es Schwarz auf Weiß: FC Barcelona. Prompt wurde Oliver Kahn eingeblendet, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender des Rekordmeisters, der mit seinen Mundwinkeln eine ähnliche Bewegung machte wie zu aktiven Zeiten nach einem Gegentor.

Die übrigen Rivalen? Auch nicht unbedingt unter der Kategorie Spaziergang einzuordnen. Benfica Lissabon und Dynamo Kiew machen den Viererpack zum Auftakt in die Königsklasse komplett. Diese Gruppe ist durchaus heftig. Sahen auch die Verantwortlichen an der Säbener Straße so, die das Münchner „Losglück“ mit einer gehörigen Portion Respekt quittierten. „Ich habe als Spieler immer gerne gegen die Großen gespielt. Barcelona hat Lionel Messi verloren. Keiner hätte es für möglich gehalten, dass er von Barcelona weggeht. Das ist natürlich eine andere Mannschaft ohne Messi. Aber die haben gute Spieler in ihren Reihen. Das wird ein schönes Duell“, so Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

Zum Rest der Gruppe meinte er: „Benfica ist ein Traditionsclub, ein klangvoller Name und ein richtig guter Klub. Das ist eine interessante Aufgabe. Das ist zudem ein schönes Stadion in Lissabon. Dynamo Kiew ist auch nicht zu unterschätzen. Wir wollen die Gruppe schaffen und auch Erster werden. Wir haben große Ziele in der Champions League.“

Damit meint er freilich insbesondere das Endspiel am 28. Mai 2022 in Sankt Petersburg. Bis dahin ist es ein weiter Weg für die Mannschaft von Kapitän Manuel Neuer, der vor allem davor warnte, Barça ohne Messi auf die leichte Schulter zu nehmen. „In dieser Gruppe dürfen wir uns keinen Fehler erlauben, das sind alles sehr starke Gegner. Barcelona ist uns allen noch von 2020 sehr präsent, das wird auch ohne Messi eine sehr schwere Aufgabe“, warnte der Nationaltorhüter.

Kollege Joshua Kimmich gab derweil das erste Etappenziel aus: „Das ist definitiv eine sehr ambitionierte Gruppe. Barcelona ist eine große Herausforderung mit vielen Topspielern. Da freuen wir uns drauf, das werden zwei super Spiele. Benfica Lissabon ist eine gute Mannschaft, taktisch flexibel und daher schwer zu bespielen. Mit Dynamo Kiew ist der ukrainische Meister dabei, also ebenfalls eine Hürde, die man mit voller Konzentration nehmen muss. Generell muss es unser Anspruch sein, diese Gruppe als Gruppensieger zu meistern.“

Der erste Spieltag steigt bereits in knapp drei Wochen am 14. und 15. September. Der genaue Spielplan wird erst im Laufe des Freitags bekannt gegeben. Schlusswort Thomas Müller: „Wenn ich an Kiew denke, kommt mir sofort das geniale Tor von Mario Basler 1999 im Halbfinale in den Sinn, das den Weg ins Finale ebnete.“ Ein Tag, an dem Kahn eine wesentlich entspanntere Miene zog…

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