Die Basis für die Zukunft

von Redaktion

Das sind die Börsenpläne von Türkgücü München

München – Sportlich läuft es derzeit rund bei Türkgücü München. Nach dem 3:0-Sieg gegen den SC Freiburg II wurden die Perlacher auch beim 3:0-Erfolg in Havelse ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Bilanz nach fünf Spieltagen der 3. Liga: Wie Tabellenführer Wehen-Wiesbaden ist die Mannschaft von Trainer Petr Ruman mit zwei Siegen und drei Remis noch ungeschlagen. Der ambitionierte und klar formulierte Plan: Spätestens in der kommenden Saison will Türkgücü in die 2. Bundesliga aufsteigen, besser noch in dieser.

Die Kapitalbasis soll nun durch den Verkauf von Unternehmensanteilen verbreitert werden. Seit gestern sind über das Clubportal invest.turkgucu.de Aktien zum Stückpreis von zwölf Euro für Investoren, Sponsoren und Fans erhältlich, der Mindesteinsatz beträgt 120 Euro. Das vorläufige Erlösziel: acht Millionen Euro. Nach Ende der Zeichnungsphase am 15. Oktober will der Club laut Geschäftsführer Max Kothny „noch bis Jahresende“ an die Münchner Börse gehen.

„Wir wollen hier etwas Nachhaltiges aufbauen. Und dazu brauchen wir eine breite Basis und keine One-Man-Show“, sagte Kothny dem „kiker“. Bislang ist dieser eine Mann Präsident und Unternehmer Hasan Kivran, der den Club mit seinen Millionen-Spritzen im Umfang von insgesamt sechs Millionen Euro von der Landesliga in die 3. Liga gehievt hat.

Für die Kapitalerhöhung wurde der Unternehmenswert der Türkgücü KGaA von einer unabhängigen Agentur auf 30,4 Millionen Euro taxiert. Zu realisieren sei mittelfristig ein Nachwuchsleistungszentrum, das die Deutsche Fußball-Liga (DFL) in ihren Lizenzierungsstatuten fordert.

Kothnys Klarstellung: „Es geht nicht darum, Hasan Kivran als Gesellschafter loszuwerden, sondern vielmehr darum, die finanzielle Abhängigkeit von ihm zu reduzieren und eine gesunde Kapitalstruktur zu schaffen. Wenn wir in den nächsten zwei Jahren aufsteigen, sollten wir das Ziel der Unabhängigkeit in weiteren drei Jahren erreicht haben.“

PS: Für das Totopokal-Achtelfinale am 7. bzw. 8. September wurde dem Titelverteidiger Türkgücü gestern der Bayernligist Türkspor Augsburg zugelost.  lk, ja

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