Unterhaching – Das Telefonat dauert noch keine zehn Sekunden, als klar wird: Manni Schwabl geht’s gut. Obwohl zwölf Corona-Fälle seine SpVgg Unterhaching lahmlegen, ist der Präsident des Drittliga-Absteigers verschont geblieben. Lächelnd sagt er am anderen Ende der Leitung: „Ich bin positiv für die Zukunft, aber negativ, was Corona angeht.“
Nachdenklich wird der Urbayer erst, als er erklären soll, wie das passieren konnte: zwölf positive Fälle in einer Kabine – und das, obwohl die „weit überwiegende Zahl“ seiner Profis doppelt geimpft sei. „Von den zwölf positiv Getesteten sind zehn doppelt geimpft, einer ist genesen, nur einer war nicht geimpft – kurioserweise ist das derjenige, der den geringsten Wert aufweist.“ Ratlos schickt Schwabl hinterher: „Erklären kann sich das keiner.“
Wie es nun weitergeht mit seinen Hachingern? Schweinfurt fällt natürlich aus (wäre heute gewesen), auch Aschaffenburg wackelt laut Schwabl – Buchbach sei bereits wegen des Totopokals verschoben worden (vom 8. auf den 12. Oktober). Das Lächeln in Schwabls Stimme ist verhallt, als er zu seinem Corona-Fazit ausholt: „Ich will nicht von einem Rätsel sprechen, aber gegen dieses Thema bist du offenbar machtlos.“ ulk