Hernandez: In Leverkusen und bei Benfica (noch) dabei

von Redaktion

München – Der Ärger mit der spanischen Justiz scheint für Lucas Hernandez – vorerst – keine sportlichen Konsequenzen zu haben. Die Rede ist von der drohenden Haftstrafe aufgrund der Nichteinhaltung eines Kontaktverbots zu seiner Ehefrau (wir berichteten) – trotzdem wird er weiterhin in den Planungen von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann für die kommenden Partien am Sonntag in Leverkusen sowie am Mittwoch in der Champions League bei Benfica Lissabon berücksichtigt. So bestätigte es der Coach der Münchner am Freitag. „Ich habe ihn ganz normal erlebt, keine negativen Auswirkungen wahrgenommen“, meinte Nagelsmann. „Er verhält sich ganz normal, hat heute sehr, sehr gut trainiert, einen guten Eindruck gemacht und ist in meinen Planungen für beide Spiele ganz normal dabei. Wenn er gesund ist, wird er beide Spiele auch machen.“

Dass ihn die Causa zumindest überrascht hat, ließ Nagelsmann in einem Nebensatz durchblicken: „Hätte ich das nicht in der Zeitung gelesen, hätte ich ihn nicht gefragt, ob irgendwas ist“, verriet er.

Heißt also: Hernandez ist sowohl in Leverkusen als auch in Lissabon fest eingeplant. Vor allem der Trip nach Portugal dürfte es für den Franzosen in sich haben. Zunächst wird er am kommenden Dienstag um 11 Uhr vor Gericht zur Zustellung des Vollstreckungsbescheids erwartet, am selben Tag dürfte es dann von Madrid individuell weiter nach Lissabon gehen, wo die Ankunft des FCB-Trosses für 18 Uhr Ortszeit geplant ist.

Ob es Hernandez’ vorerst letzte Spiele für die Bayern sind, bleibt abzuwarten. Laut Bescheid muss er seine Haftstrafe spätestens am 29. Oktober antreten. Sein Anwalt hat am Landgericht Rechtsmittel eingelegt. JOSÉ CARLOS MENZEL LÓPEZ

Artikel 1 von 11