Torlinientechnologie – der Beweis, der funktioniert

von Redaktion

Moussa Niakhaté, der Verteidiger des FSV Mainz 05, stand klar hinter der Torlinie, als er diesen Ball per Kopf bereinigte. Erster Bewertungsreflex war: Wenn die Füße im Tor stehen, muss der Kopf dort ja auch sein. Doch „Goal Control“ entlastete Niakhaté und löste die Situation auf. Meldung des Chipsystems auf die Uhr des Schiedsrichters: Der Ball war nicht drin.

Antrieb für die Einführung der Technologie war das Achtelfinale Deutschland – England bei der WM 2010 in Südafrika. Damals klatschte ein englischer Schuss von der Linie auf den Rasen – fast einen halben Meter hinter der Torlinie. Doch die Schiedsrichter hatten keine sichere Erkenntnis, dass es ein reguläres Tor war, sie ließen daher weiterspielen. Die Regelhüter des Weltverbands FIFA bewegten sich daraufhin aber, ließen technischen Fortschritt zu.

„Goal Control“ funktioniert, bei Union Berlin – Wolfsburg zeigte er, dass Sheraldo Becker (was auch schwer zu sehen war) den Ball zum 2:0 über die Linie gebracht hatte. An die Wahrhaftigkeit des Funksignals glaubt jeder – wohingegen der VAR nervt: Um Dortmund gegen Mainz nach einem Handspiel von Widmer einen Elfmeter zuzugestehen, waren 2:26 Minuten nötig. „Goal Control“ liefert sofort. gük/Foto: dpa/Bernd Thissen

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