Kimmich und Köllner als Mutmacher

von Redaktion

Der Nationalspieler und der 1860-Coach besuchen Münchner Kinderkliniken

München – „Ich war in meiner Altersklasse immer der Kleinste und Schwächste. Die Trainer haben oft gesagt: Es ist zwar alles schön und gut, aber es reicht nicht, um ganz oben anzukommen. Du kannst körperlich nicht mithalten. Du bist zu langsam. Du bist nicht athletisch genug.“ Was heute unvorstellbar klingt, hat Joshua Kimmich als Nachwuchsspieler oft zu hören bekommen. „Dann ist es aber deine eigene Entscheidung: Akzeptiere ich das – oder nicht? Ich habe immer versucht, das nicht zu akzeptieren und dagegen anzukämpfen. Zum Glück hat es am Ende auch geklappt.“

Und wie! Mittlerweile ist Kimmich unangefochtener Stammspieler beim FC Bayern und gilt als Kapitän der Zukunft des deutschen Rekordmeisters. Die deutsche Nationalmannschaft führte er bereits mehrmals als Spielführer aufs Feld. Diesen persönlichen Einblick in seine Jugendzeit gewährte Kimmich im Rahmen des sogenannten „Mutmach-Events“. Gemeinsam mit 1860-Cheftrainer Michael Köllner (51) besuchte er am Montag Kinder-Stationen des LMU-Klinikums in Großhadern und des Hauner’schen Kinderspitals, wo viele der Kinder gegen eine Krebserkrankung ankämpfen.

Die Münchner Fußball-Prominenz wollten den jungen Patienten mit ihrem Besuch Mut zusprechen. Neben zahlreichen Geschenken hatten Kimmich und Köllner auch das Buch „Wie man Riesen bekämpft“ von Mentaltrainer David Kadel im Gepäck. Das Buch handelt von 35 persönlichen Mutmach-Geschichten. Der Autor hatte die Veranstaltung organisiert und will Kindern damit helfen, schwere Zeiten zu überstehen.

Emotional angefasst hörten sich der Bayern-Spieler und der Löwen-Coach die Krankheitsgeschichten der Kinder an. „Das Beispiel von Joshua zeigt, dass man jedes Ziel erreichen kann. Das gilt auch für euch! Es steht nirgends geschrieben, dass ihr eure Krankheit nicht bekämpfen könnt. Es gibt eine Chance, dass ihr es schaffen könnt. Ihr müsst positiv bleiben, auch wenn es euch mal schwer fällt“, sagte Köllner. Kimmich ergänzte: „Es gibt immer Gründe, für die es sich zu kämpfen lohnt.“  bok

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