BVB-Schock: Haaland fällt lange aus

von Redaktion

Norweger erneut am Hüftbeuger verletzt – Rose gehen die Stürmer aus: „Es wird sehr dünn“

Dortmund – Erling Haaland ist untröstlich, er muss das jetzt erst einmal verkraften. „Echt down“ sei der Torjäger, verriet Borussia Dortmunds Trainer Marco Rose. Und das ist kein Wunder: Der Norweger fällt nämlich erneut für längere Zeit aus. Die Wiedergutmachung für den Albtraum von Amsterdam (0:4) muss Rose somit ohne seinen Stürmerstar angehen. „Das ist nicht gut für uns und nicht schön für den Jungen“, sagte er über die nächste Hiobsbotschaft.

„Ein paar Wochen“ werde Haaland fehlen, so Rose, bis zur Rückkehr des norwegischen Ausnahmestürmers werde „ein bisschen Zeit ins Land gehen“. Grund für den erneuten Ausfall sei eine Hüftbeugerverletzung in jenem Oberschenkel, der Haaland schon vor wenigen Wochen zu einer Auszeit gezwungen hatte. Ob es sich um eine Folgeverletzung handelt, wollte Rose nicht beurteilen: „Ich bin kein Arzt.“

Haaland selbst gab sich am Donnerstag zumindest in den sozialen Netzwerken kämpferisch. „Zeit, sich auf die Genesung zu konzentrieren. Ich werde stärker zurückkehren“, schrieb der Angreifer, der mit neun Treffern gleichauf mit Robert Lewandowski die Torschützenliste der Bundesliga anführt. Weil im Sturm auch Youssoufa Moukoko weiter fehlt, muss Rose nun aber „basteln“, wie er selbst sagte. Als Alternativen nannte er die Youngster Donyell Malen (22) und Ansgar Knauff (19): „Es wird offensiv jetzt sehr dünn.“

Doch damit nicht genug: Auch Thomas Meunier und Nico Schulz fallen nach der deftigen 0:4-Pleite in der Champions League bei Ajax Amsterdam für das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld an diesem Samstag aus. „Das ist die Chance für die Jungs hintendran, sich zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen“, sagte der BVB-Trainer.

Die Stimmung in Dortmund war aber nicht nur wegen der Ausfälle angespannt. Eine Stunde lang saßen Rose und das Team nach der Pleite in Amsterdam zusammen und arbeiteten die höchste Champions-League-Niederlage der Vereinsgeschichte auf. Dabei habe es auch „emotionale Momente gegeben, in denen man schon sagt, was man verlangt und woran es gefehlt hat. Wir sind mit uns hart ins Gericht gegangen“, sagte Rose. Das Ergebnis der Sitzung seien „zukunftsorientierte Ziele für die nächsten Tage“.

Umsetzen soll seine Mannschaft diese Ziele schon am Samstag bei Arminia Bielefeld, immerhin beträgt der Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern nur einen Punkt. Rose betonte zwar, dass sich der Rekordmeister derzeit „in einer absoluten Topverfassung“ befände und „ein, zwei Schritte vorneweg“ sei, dies könne sich im Fußball aber schnell ändern.

Voraussetzung dafür sei ein Sieg in Bielefeld, wo die Alm „brennen“ werde. Haaland wird dann zwar fehlen, eine schlagkräftige Mannschaft werde er dennoch aufs Feld schicken, sagt Rose, der betonte: „Unsere erste Elf sieht trotzdem gut aus.“  sid

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