Selbst der Lieblingsgegner ist zu stark

von Redaktion

Blutleerer FC Augsburg trudelt mit einem 1:4 in Mainz in den Abstiegskampf

Mainz – Der kriselnde FC Augsburg gerät nach einer bösen Abreibung in der Bundesliga immer mehr unter Druck. Selbst beim „Lieblingsgegner“ FSV Mainz 05 kassierte das Team von Trainer Markus Weinzierl zum Auftakt des neunten Spieltags nach einer blutleeren Vorstellung eine hochverdiente 1:4 (0:3)-Niederlage – schon die fünfte Pleite in dieser Saison. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Spielen kann der FCA am Samstag sogar auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Die zuletzt ebenfalls strauchelnden Mainzer spielten unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick hingegen berauschend auf – und fanden dank den Treffern von Karim Onisiwo (10.), Stefan Bell (15.) und dem bärenstarken Jonathan Burkardt (26./71.) nach vier Spielen ohne Sieg (drei Niederlagen) wieder in die Spur. Der Abstand auf Augsburg (6 Punkte) beträgt nun schon sieben Zähler.

Die Gäste stellten trotz des Ehrentreffers durch Andi Zeqiri (69.) mit dem elften Auswärtsspiel ohne Sieg in Folge einen Vereins-Negativrekord auf. Wie ernst die Lage bei den Fuggerstädtern ist, hatte Präsident Klaus Hofmann unter der Woche bei der Jahreshauptversammlung mit seiner scharfen Kritik an der biederen Spielweise der vergangenen Jahre verdeutlicht. Das Duell mit Mainz kam den seit Monaten im Krisenmodus befindlichen Augsburgern da eigentlich gerade recht – schließlich hatten sie die vorangegangenen fünf Spiele gegen den FSV allesamt gewonnen.

In einer munteren Anfangsphase waren es vor 19 400 Zuschauern jedoch die Gastgeber, die den Ton bestimmten. FCA-Verteidiger Robert Gumny servierte mit einem bösen Luftloch Onisiwo den Führungstreffer auf dem Silbertablett. Die Augsburger bekamen gegen extrem bissige und gedankenschnelle Mainzer überhaupt keinen Zugriff, leisteten kaum Gegenwehr.  sid

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