Adeyemi tendiert zu Dortmund

von Redaktion

München – Eines ist im Transferpoker um Karim Adeyemi (19) fix: Der Nationalspieler wird seinen aktuellen Club RB Salzburg nicht im kommenden Winter verlassen. Das erklärte RB-Sportdirektor Christoph Freund am Sonntag nach der 4:1-Gala seiner Salzburger gegen Sturm Graz, wo Adeyemi erneut mit einem Doppelpack glänzte: „Karim wird mit uns die Saison fertig spielen. Er soll die ganze Saison diese Rolle ausfüllen, die er jetzt gerade hat. Das ist ganz klar das Hauptaugenmerk in Karims Kopf und auch in unserem.“

Im Hintergrund wird bereits fleißig an der fußballerischen Zukunft des ehemaligen Unterhachingers gearbeitet. Nicht umsonst wurden Vater Abbey und Berater Thomas Solomon kürzlich vor der Geschäftsstelle des FC Bayern an der Säbener Straße gesichtet. Der Rekordmeister ist interessiert an Adeyemi, der in der Jugend bereits kurze Zeit für die Münchner auflief, ehe er wegen des einen oder anderen Lausbuben-Streichs suspendiert wurde. Doch jetzt wollen die Bayern ihren verlorenen Sohn zurück, der in der aktuellen Saison in elf Liga-Spielen in Österreich bereits zehn Tore erzielt hat und auch in der Champions League dreimal erfolgreich war. Zudem kam er zu seinen ersten A-Länderspielen für den DFB.

Doch auch Borussia Dortmund und der FC Liverpool sind am schnellen Angreifer interessiert. Aktuell tendiert Adeyemi nicht zum FC Bayern. Stattdessen soll er sich ein Engagement in Dortmund vorstellen können, weil er sich dort mehr Spielzeit erhofft. In München müsste er mit Stars wie Leroy Sané (25), Serge Gnabry (26), Kingsley Coman (25) oder Jamal Musiala (18) um einen Platz in der Offensive kämpfen.

Ziehvater und Unterhaching-Präsident Manfred Schwabl könnte sich einen Wechsel zum BVB gut vorstellen, wie er jüngst bei Bild TV sagte: „Es ist oft gefährlich, den dritten vor dem zweiten Schritt zu machen, weil die Fallhöhe zu groß ist. Karim würde mit seiner Spielweise auch super nach Dortmund passen, zu Leipzig aufgrund des Konzerns.“ Laut Schwabl dürfe es in Adeyemis Alter nicht ums Geld gehen: „Die sportliche Perspektive ist wichtiger. Er könnte sich mit seinem Tempo überall durchsetzen. Aber er muss regelmäßig zum Einsatz kommen“. Die Ablöse dürfte zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen.  bok

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