5000 Kilometer in 51 Tagen

von Redaktion

Extremsportlerin Achenbach-König geht an ihre Grenzen

Wien – Nach den vergangenen 51 Tagen kennt Shamita Achenbach-König wohl jede Ecke des Joseph-Kainz-Park in Wien. Die 56-Jährige lief dort täglich von 4.40 Uhr in der Früh ununterbrochen bis 21 Uhr auf einer 990 Meter langen Schleife. Insgesamt 5000 Kilometer schaffte die Ultraläuferin seit dem Startschuss am 17. September. Aber warum das Ganze?

„Es war das Bestreben, über meine Grenzen hinauszukommen und einen meditativen Bewusstseinszustand, den man im Alltag nie erreichen kann, zu erlangen“, sagte Achenbach-König der „Krone“. Betreut hat sie dabei abwechselnd eine 15-köpfige Mannschaft, darunter auch ihr Ehemann Stephan, erster Geiger bei den Wiener Symphonikern, der abends ihre müden Muskeln massierte. Pro Tag absolvierte Achenbach-König rund 98 Kilometer und verschliss dabei 14 Paar Laufschuhe. Besonders beliebte Begleitmusik der Profi-Cellistin: Eroica, Beethovens dritte Sinfonie. Nach der Ankunft feierte sie mit einer Pasta-Party, tags darauf ging sie zum Abtrainieren bereits wieder leicht laufen.

Ihr Fazit: „Eine solche Strecke zu laufen, ist nur mit der Kraft des Herzens möglich, mit einer Verbindung zu unserer Quelle, die in jedem von uns verborgen liegt. Kein Muskel kann das schaffen.“ Für Achenbach-König war es nicht die erste Erfahrung dieser Art. Sie bestritt bereits einige Ultraläufe, zuletzt im Juli den 48-Stunden-Lauf im tschechischen Kladno, den sie mit 238 Kilometern abschloss. MATHIAS MÜLLER

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