Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt erneut gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung. Dies bestätigte die Behörde am Donnerstag. Laut Medienberichten geht es um die Versteuerung von Sachzuwendungen durch DFB-Sponsor Adidas zwischen 2015 und 2020. Die Ermittler haben am Mittwoch die Firmen-Zentrale in Herzogenaurach aufgesucht. „Es kam nicht zu einer Durchsuchung, die Unterlagen wurden freiwillig herausgegeben“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Details zum Verfahren äußerte sie nicht. Der Sportartikelhersteller teilte mit: „Wir können bestätigen, dass Adidas im Rahmen eines Steuerverfahrens, das nicht gegen Adidas selbst, sondern einen Dritten anhängig ist, mit den Behörden vollumfänglich kooperiert.“ Die Vorwürfe gegen den DFB im Zusammenhang mit Sachleistungen von Adidas waren erstmals im Januar bekannt geworden.
Trainer Pal Dardai (45) hat seine Profis von Hertha BSC davor gewarnt, im Berlin-Derby der Bundesliga am Samstag übermotiviert zu Werke zu gehen. „Es kann gefährlich sein, sich von Emotionen mitreißen zu lassen“, sagte der Coach. Hertha habe grundsätzlich ein „ordentliches Verhältnis zu Union“. Eine sportliche Rivalität der Clubs bestehe natürlich, „aber von Spielen wie zum Beispiel zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona sind wir noch weit weg“, so Dardai (45). „Es gibt keinen Hass in diesem Derby.“
Bundesligist RB Leipzig muss womöglich bis zur Winterpause ohne Yussuf Poulsen auskommen. Der dänische Nationalspieler hat sich laut Trainer Jesse Marsch einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen. „Er fällt vielleicht drei, vier, fünf Wochen aus“, sagte der Coach vor dem Auswärtsspiel am Samstag bei 1899 Hoffenheim. In den letzten drei Bundesligaspielen hatte Poulsen drei Tore erzielt und eines vorbereitet.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat den kommenden WM-Gastgeber Katar bei einem Besuch des Finalstadions in höchsten Tönen gelobt. „Ich habe auf der ganzen Welt noch nie ein Land gesehen, das so weit im Voraus schon so bereit war. Es ist fantastisch“, sagte Infantino im Lusail Stadium, wo am 18. Dezember 2022 das Endspiel steigt. Das für 85 000 bis 86 000 Zuschauer ausgelegte Stadion etwa 20 km vor den Toren der Hauptstadt Doha ist fast fertig, wie auch die meisten anderen Arenen. Katar steht seit Jahren wegen der Ausbeutung der Arbeitsmigranten etwa aus Nepal, Indien oder Bangladesch in der Kritik. Infantino schnitt dieses Thema aber nicht an – er kündigte lieber eine große WM-Party an. „Wir stellen mehrere Events auf die Beine, darunter ein unglaubliches Fan-Fest“, so der 51-Jährige.