Dialog mit den Kritikern

von Redaktion

Hainer lädt Mitglieder zum Gespräch ein

München – Was als harmonische Jahreshauptversammlung des FC Bayern München e. V. begann, endete am späten Donnerstagabend im Chaos. Im Zentrum der Kritik einer lautstarken Gruppe von Mitgliedern: das Streitthema Katar.

Als Herbert Hainer (67) die Versammlung nach über fünf Stunden beendete, obwohl noch Wortbeiträge ausstanden, machten einige Hardliner unter den rund 800 anwesenden Mitgliedern im Audi Dome so richtig Wirbel. Nun zeigt der Bayern-Präsident Größe und geht auf die Kritiker zu. Hainer meldete sich persönlich bei den drei Mitgliedern, die beim Konvent nicht zu Wort kamen und lud sie zum Gespräch ein. Auch Michael Ott rief der Präsident am Samstag an, um einen persönlichen Austausch zu Katar und der Jahreshauptversammlung zu verabreden. Wann dieses Gespräch stattfinden werde, stehe noch nicht fest. „Was aber feststeht, ist, dass der Konflikt gelöst werden muss“, schrieb Ott auf Twitter.

Auch beim 1:0 des FC Bayern am Samstagabend gegen Bielefeld war das Katar-Sponsoring bei Teilen der Corona-bedingt nur 12 000 Zuschauern in der Allianz Arena Thema. Zwischenzeitlich hallten Lufthansa-Sprechchöre durchs Stadion. Am Rande des Spiels äußerten sich die Klub-Bosse im Gegensatz zu Trainer Julian Nagelsmann (34), Thomas Müller (32) und Manuel Neuer (35) nicht öffentlich zur JHV. Dafür bezog Oliver Kahn (52) am Sonntag auf Twitter zu den Vorkommnissen Stellung. „Offenbar ist in den Emotionen einiges nicht angekommen, was mir in Zukunft wichtig ist. Es hat sich erneut gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen dem FC Bayern und unseren Mitgliedern ist“, schrieb die Torwart-Legende und verwies auf den Mitgliederdialog im Frühjahr oder die gemeinsame Erstellung des Leitbildes, das der Verein in Kürze vorstelle werde. P. KESSLER

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