München – Die Posse um die geplante Zweitliga-Ertüchtigung des Grünwalder Stadions geht weiter. Am Montag stellte Münchens OB Dieter Reiter den Löwen via Bild-Zeitung eine Art Miet-Ultimatum. „Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Jahr zusammenkommen. Ansonsten müssen wir die Miete schätzen und lassen dem Verein den Entwurf eines Mietvertrags zukommen.“
Warum nichts vorangehe in der leidigen Causa? Reiters Erklärung: „Wenn die Sechzger da weiter spielen wollen, brauchen wir einen Mietvertrag. Den versuchen wir seit Monaten zu gestalten, insbesondere mit Blick auf die künftige Miete. Bevor ich 60 Millionen Steuergelder ins Stadion stecke, will ich wissen, ob der Verein auch in zehn, 15 Jahren im Grünwalder Stadion spielen will.“
Knackpunkt ist die Höhe der künftigen Miete (aktuell 8,5 Prozent der Brutto-Einnahmen pro Spiel). Reiter: „Um das zu bestimmen, brauchen wir Daten von 1860 – etwa zu den Einnahmen. Die haben wir leider noch nicht. Ich verstehe es nicht. Wir würden das Stadion renovieren, vielleicht sogar mehr Zuschauerplätze realisieren. Und ein Dach – damit es zweitligatauglich ist.“
Von maßgeblichen Stelle des 1860 hieß es auf Nachfrage unserer Zeitung: „Schade, dass Herr Reiter erneut den Weg über die Medien wählt und nicht auf unsere Gesprächsangebote eingeht.“ Die Stadt habe alle relevanten Unterlagen und Zahlen für eine Miet-Kalkulation längst erhalten, nebst diverser Gesprächsanfragen. Ob das noch was wird vor Weihnachten? LUDWIG KRAMMER