München – 23 Minuten sind nicht viel. In 23 Minuten fährt man beispielsweise mit der S4 oder S6 vom Münchner Hauptbahnhof bis nach Vaterstetten. Noch kürzer dürfte diese Zeit Marc Roca vorkommen, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich dabei um seine Einsatzminuten in der bisherigen Spielzeit handelt.
Der Spanier, der 2020 für neun Millionen Euro von Espanyol nach München wechselte, gilt als Fehleinkauf – ein Image, gegen das sich der Spanier nun in einem Interview mit spanischen Medien vehement wehrt. „Man könnte meinen, dass meine bisherigen Leistungen ein Misserfolg waren. Ich sehe das aber nicht so. Es war eine Herausforderung und darauf bin ich stolz. Ich habe mich als Fußballer sehr verbessert“, erklärte der U 21- Europameister beispielsweise bei „El Mundo“. Nach seinem Kurzeinsatz bei Dynamo Kiew könnte er dies auch heute gegen den FC Barcelona unter Beweis stellen, angesichts der bereits feststehenden Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League ist der 25-Jährige eine ernst zu nehmende Option für die Startelf. „Ich will natürlich spielen, aber ich wende all meine Energie auf, um insgesamt mein Bestes zu geben und weiter zu reifen“, unterstrich Roca, der bereits in Form einer Leihe im Winter mit dem spanischen Erstligisten Real Betis in Verbindung gebracht wurde, bei „AS“.
Überdies meditiert Roca. „Es entspannt mich, gibt mir mentalen Frieden. Es hilft mir, mit Situationen umzugehen, die man so nicht erwartet hätte“, erklärt er. „Es hilft mir, daran zu arbeiten, wie man spielt ohne ständig über etwas nachzudenken – wie man aus der Leere heraus spielt.“
JOSÉ CARLOS MENZEL LÓPEZ