Der Erste beim Letzten – in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kein Selbstläufer. Das musste am Freitagabend der EHC München erfahren. Er verlor bei den Bietigheim Steelers 3:6 (1:1, 1:2, 0:3). Der Neuling aus Baden-Württemberg stellte sich dem Spitzenreiter vor allem in Gestalt von Sami Aittokallio, Riley Sheen und Evan Jasper entgegen. Der finnische Torwart reihte Parade an Parade, die beiden kanadischen Stürmer zerlegten bei Kontern die Defensive des EHC. Sheen, Führender in der DEL-Torjägerliste, erzielte zwei Treffer, seinen 18. und 19. der Saison, und bereitete zwei weitere vor. Jasper traf dreimal. Austin Ortega, neben Ben Smith und Jonathon Blum Torschütze für München, meinte: „Wir können mit der Ausbeute nicht zufrieden sein. Und wir haben zu viele Chancen zugelassen.“ Eine 3:1-Führung nach 33 Minuten konnte der EHC nicht halten. Er fing zwei Empty-Net-Tore.
Am Sonntag (17 Uhr) erwartet der EHC München die Kölner Haie, dis bislang gut durch die Saison gekommen sind. Allerdings hat Corona nun auch sie erwischt: Acht Ausfälle meldeten die Rheinländer vor ihrer Partie bei den Eisbären Berlin, der Schwede Andreas Thuresson und die deutschen Nationalspieler Colin Ugbekile und Pascal Zerressen haben sich mit dem Virus angesteckt. GÜNTER KLEIN