Rivers soll den Bayern noch einmal helfen

von Redaktion

Vor dem Gipfel in Berlin heuern Münchens Basketballer den US-Profi wohl als Hilliard-Ersatz an

München – Freitagabend werden die Basketballer des FC Bayern zur Abwechslung mal vor dem Fernseher verbracht haben. Gemütlich zuschauen, wie sich der nationale Rivale Alba Berlin im Euroleague-Auftritt bei Panathinaikos Athen so schlug. Klar, schon am Sonntag wird man sich aus nächster Nähe wieder sehen. Um 18 Uhr steht in der Berliner Arena das erste Liga-Duell der beiden Erzrivalen an.

Und selten gingen die Bayern dem BBL-Schlager mit mehr Rückenwind entgegen. Klar, mit dem 83:71-Coup gegen Euroleague-Champion Efes Istanbul hat man sich auch selbst eine Botschaft: Jawohl, selbst ohne Darrun Hilliard, seinen Besten, ist auch dieser Kader zu Großem fähig. Und wie die Dinge stehen, haben die Bayern ja auch schon Ersatz für den am Knie verletzten Hilliard geschaffen. KC Rivers, 34, steht vor dem Sprung nach München. Der zuletzt vereinslose US-Guard soll bereits einen Vier-Monats-Vertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben haben.

KC Rivers, da war doch was? In der Tat: Herbst 2015 heuerte der heute 34-Jährige schon einmal als Nothelfer bei den Bayern an. Seinerzeit machte der Ausnahmekönner aus Charlotte seine Sache derart gut, dass die Verantwortlichen ihn nur zu gerne an Bord gehalten hätte. Dem Vernehmen nach hätte es rund 100 000 Euro bedurft um Rivers sozusagen als Weihnachtsgeschenk weiter an den Club zu binden. Den Großteil der Summe sollen Geschäftsführer Marko Pesic und sein, damals noch als Trainer in München aktiver, Vater Svetislav aus ihrem Privatvermögen auf den Tisch gelegt haben. Und doch soll die Sache seinerzeit an fehlenden 10 000 Euro gescheitert sein. Jedenfalls wurde Rivers, der gerne als Führungsspieler in München geblieben wäre, die Sache zu heiß und er kehrte zumindest bis zum Saisonende zu Real Madrid zurück.

Sein Glück hat er in der Folgezeit abgesehen von einem Zwei-Jahres-Engagement bei Panathinaikos Athen freilich nur noch selten gefunden. Sieben Vereine hat Rivers für die sechs Jahre seit seiner Stipvisite im Audi Dome in der Vita stehen. Alleine 2019 tourte er durch Italien (Reggiana), Serbien (Roter Stern Belgrad) und Spanien (Betis Sevilla). Aber wer weiß, vielleicht wird ja München noch einmal zur Chance um in der Endphase seiner Karriere noch einmal sesshafter zu werden.

Den Bayern würde es vermutlich reichen, wenn Rivers mithilft, den Aufschwung der letzten Wochen weiterzutragen. PATRICK REICHELT

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