München – Die Bayern empfangen am Samstag Mainz. Doch auf der Pressekonferenz am Freitag mit Trainer Julian Nagelsmann drehte sich vieles um Joshua Kimmich, 26. Die große Frage: Wie schlimm sind die Auswirkungen seiner Corona-Infektion wirklich?
Fakt ist: Der Nationalspieler wird bis Jahresende kein Spiel für den Rekordmeister absolvieren. Grund dafür sind leichte Infiltrationen in der Lunge. Nagelsmann befürchtet auf Dauer allerdings keine Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit des Mittelfeld-Antreibers. „Es ist nicht so dramatisch, dass man irgendwelche Folgeschäden erwarten kann“, betonte Nagelsmann. Kimmich habe auch keine „schwerwiegende Symptomatik“ gehabt.
Bei Eric Maxim Choupo-Moting (32) war dies etwas anders. Auch der Stürmer hat nach seiner Corona-Infektion leichte Infiltrationen in der Lunge. Nachdem sich die Spieler freigetestet haben, müssen sie sich nun schonen. „Unter sehr geringer Belastung dürfen sie regenerativ noch etwas machen. Aber keine große Belastung fürs Herz und generell für den Körper“, erklärte Nagelsmann.
Zehn Tage nach der ersten Computertomografie der Lunge werde ein weiteres Bild gemacht. Sollte dann alles passen, können Kimmich und Choupo-Moting „wieder auftrainiert“ werden. Der Comeback-Plan sieht vor, dass die beiden Stars zur Rückrunde wieder bei der Mannschaft sein werden. „Davon gehe ich schwer aus“, sagte Nagelsmann, der sich auch vor Kimmich stellte. Der Trainer berichtete davon, dass die vergangenen Wochen nicht spurlos am Mittelfeldspieler vorbeigegangen seien. Nach dessen öffentlicher Erklärung zu seinem Impfzögern hatte es eine große Debatte um ihn gegeben. Kimmich sei „kein Sündenbock“, sagte Nagelsmann und appellierte, andere Ansichten zuzulassen und auch die Entscheidung des Profis zu akzeptieren.
Übrigens: Einen Rat erhielt Kimmich von Ringer-Weltmeister Frank Stäbler, 32, der selbst mit den Folgen einer Corona-Infektion zu kämpfen hatte. „Ich habe damals angefangen, mir einen Atemtrainer zu suchen“, verriet Stäbler gegenüber t-online: „Das hat unheimlich viel bewegt.“