So argumentieren die Rennkommissare

von Redaktion

DIE GESCHEITERTEN MERCEDES-PROTESTE

Es gab zunächst doch einige Verwirrung in Abu Dhabi, und es dauerte auch Stunden, ehe – zumindest vorläufige – Klarheit geschaffen war. Die Stewarts wiesen nach dem dramatischen WM-Finale der Formel 1 beide Proteste von Mercedes (siehe auch oben) zurück. Die Rennkommissare erachteten zwar beide Einsprüche als zulässig. Eine nachträgliche Strafe für Verstappen gab es jedoch nicht. Mercedes hinterlegte anschließend jedoch seine Absicht, in Berufung zu gehen. Die Silberpfeile hatten nach dem Sieg von Verstappen zwei angebliche Regelbrüche beanstandet. Beide Zwischenfälle bezogen sich auf die letzte Safety-Car-Phase, als Verstappen Hamilton schließlich doch noch überholen konnte. Der erste Protest: Kein Fahrer darf ein anderes Auto überholen, solange das Safety Car das Feld anführt. Vor dem Restart hatte Verstappen allerdings beschleunigt und sich zeitweilig neben den vorausfahrenden Hamilton gesetzt. Dieser Protest wurde abgewiesen mit der Begründung. „Obwohl Verstappen sich für einen sehr kurzen Zeitraum leicht vor Hamilton bewegte, als beide beschleunigten und bremsten, bewegte er sich wieder nach hinten und nicht nach vorne, als die Safety-Car-Phase endete.“

Zudem protestierte Mercedes dagegen, dass vor dem Ende der Safety-Car-Phase fünf überrundete Rennwagen zwischen Hamilton und Verstappen das Safety Car überholen durften, sodass der Weg für Verstappens dann erfolgreichen Angriff frei war. Die überrundeten Boliden hinter dem Niederländer durften dagegen nicht mehr überholen. Zudem ging das Safety Car gleich nach den „Entrundungen“ von der Strecke, anstatt dem Reglement folgend eine weitere Runde zu drehen. Hierzu stellten die Stewards fest, dass Renndirektor Michael Masi laut Reglement befugt ist, das Safety Car zu kontrollieren, dazu gehören dessen Einsatz und Abzug. Eine nachträgliche Verkürzung der Renndauer, wie von Mercedes angeregt, sei zudem ein nicht angemessener Eingriff.

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