IN KÜRZE
Tokio-Spiele kosteten elf Milliarden Euro Hanyu muss um Olympia-Start bangen Lückenkemper gibt Comeback
Olympia
Die Organisatoren der pandemiebedingt verschobenen Olympischen Sommerspiele von Tokio haben die Kosten in ihrer Abschlussrechnung herunterkorrigiert. Statt umgerechnet 12,67 Milliarden Euro, wie noch im Dezember 2020 erwartet, haben die Spiele laut Mitteilung von Mittwoch 11,26 Milliarden Euro gekostet. Diese Summe liegt allerdings immer noch fast exakt doppelt so hoch wie jene, die Tokio 2013 in seiner offiziellen Bewerbung für 2020 genannt hatte. Die Verlegung auf 2021 und Corona-Maßnahmen hatten die Kosten explodieren lassen. Die Reduzierung ergibt sich laut Rechnung aus Einsparungen dadurch, dass Millionen Zuschauer nicht untergebracht und versorgt werden mussten. Dies überwiege die beinahe komplett fehlenden Einnahmen (etwa 700 Millionen Euro) aus dem Ticketverkauf.
Eiskunstlauf
Doppel-Olympiasieger Yuzuru Hanyu muss offenbar um seinen Start in der Männer-Konkurrenz der Eiskunstläufer bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) bangen. Bei den nationalen Titelkämpfen in Saitama sagte der Japaner am Mittwoch sowohl eine Trainingseinheit als auch einen Medientermin ab. In einer kurzen Mitteilung des japanischen Verbandes gelobte Hanyu kurze Zeit später, er werde auf dem Eis versuchen, „alles zu geben“. Der Weltmeister von 2014 und 2017 will nach einer Anfang November erlittenen Bänderverletzung am Knöchel in Saitama vor den Toren Tokios seinen ersten Wettkampf im olympischen Winter bestreiten. Er strebt das dritte Olympia-Gold in Folge an.
Leichtathletik
Sprinterin Gina Lückenkemper, 25, gibt nach rund drei Jahren ihr Comeback in der Halle. Die Vize-Europameisterin hat ihre Startzusage für die beiden Istaf-Indoor-Veranstaltungen am 4. Februar in Berlin und am 20. Februar in Düsseldorf gegeben. „Eigentlich sind mir ja die 60 Meter zu kurz – aber auf das Istaf Indoor habe ich richtig Bock. In die Berliner Arena zurückzukehren, ist etwas ganz Besonderes – und meine Düsseldorf-Premiere in meiner alten Heimat sowieso“, sagte die deutsche Hallen-Meisterin von 2017. Nach zuletzt zwei unbefriedigenden Jahren hat die Sprinterin des SSC Berlin mittlerweile ihren Trainingsmittelpunkt in die USA verlegt. In Clermont/Florida bereitet sich Lückenkemper auf das „Super-Leichtathletikjahr“ 2022 mit der WM in Eugene/Oregon und der EM in München.