Spektakel im Weihnachtstrikot

von Redaktion

DEL2 Tölzer Löwen mit Siegesserie – Doch vor Spiel in Kassel Sorge um Stürmer Tyler McNeely

Bad Tölz – Am liebsten würden sie die Weihnachtstrikots weiter anziehen: In den festlichen Heimdressen haben die Tölzer Löwen nur gewonnen. Drei Spiele in Serie. Zuletzt am Tag vor Heiligabend das 3:2 gegen den ehemaligen DEL2-Spitzenreiter Löwen Frankfurt, am zweiten Weihnachtsfeiertag schlugen sie dann auch noch die Wölfe Freiburg in einem Spektakel mit 8:5.

Ein Wermutstropfen, der auch die Chancen auf einen weiteren Sieg am Dienstagabend (19.30 Uhr) bei den aufstrebenden Kassel Huskies schwinden lässt: Tyler McNeely, zweitbester Scorer der Löwen, fällt wohl eine Weile mit Leistenproblemen aus. Und auch Verteidiger Dominik Bohac musste gegen Freiburg kurz vor Schluss vom Eis, als er sich nach einem Schlag gegen den Rücken am Knie verletzte.

Da war die Messe allerdings längst gelesen: Nachdem sich die Löwen trotz zweimaliger Führung bis zum 3:3 nicht absetzen konnten, stellten sie innerhalb von 20 Sekunden auf 5:3. Lubor Dibelka nutzte eine doppelte Überzahlsituation mit seinem dritten Treffer zur 6:3-Führung. Für die Löwen spricht derzeit eine sehr gute Chancenverwertung: Für die vier Tore im Mitteldrittel brauchten sie nur acht Versuche. Auch nach dem Freiburger Anschluss hatten die Tölzer immer die richtige Antwort parat, ließen nichts mehr anbrennen. Cam Spiro, der nach seiner Verletzung immer mehr zu Hochform aufläuft, traf zum 8:5-Endstand ins leere Tor.

Auch die Entscheidung gegen Frankfurt fiel in Tölzer Überzahl. Die Hessen ruhten sich zu sehr auf ihrer scheinbar beruhigenden 2:0-Führung nach einer Viertelstunde aus, unterschätzten die Tölzer wohl ein wenig und ließen sie herankommen. „Wir haben nie aufgegeben und uns zurückgekämpft“, lobt Löwen-Trainer Kevin Gaudet. Dann vier Minuten Powerplay, und wieder einmal Dibelka gelang das 3:2. Diese Führung gaben die Buam bis zum Schluss nicht mehr her und verdienten sich „einen großen Sieg“, wie Gaudet sagt.

Ein weiterer Erfolg in Kassel – der fünfte in Folge – erscheint ihm aber sehr schwierig. Die Huskies haben in den letzten 11 Spielen 27 Punkte geholt, und den Löwen fehlen zwei weitere wichtige Spieler. NICK SCHEDER

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