U 20-WM: Szuber leistet Schwerstarbeit

von Redaktion

München/Edmonton – Eine Sorge ist die deutsche U20-Nationalmannschaft schon los: Absteigen kann sie nicht bei der Junioren-WM in der kanadischen Provinz Alberta. Das Council des Eishockey-Weltverbands IIHF hat festgelegt, dass nächstes Jahr mit elf – Aufsteiger Belarus kommt dazu – statt zehn Teams gespielt wird. Die Sorge: Die Corona-Umstände könnten zu sportlichen Ungerechtigkeiten führen. Das haben die Deutschen vor einem Jahr erlebt, als ihnen anfangs fast der halbe Kader wegen Infektionen zählte und es gegen Kanada ein 2:16 setzte.

U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter muss 2021/22 auf Tim Stützle, Lukas Reichel und John Peterka verzichten, die schon NHL-Verträge haben und von ihren Clubs nicht freigegeben wurden; vom Alter her hätten sie noch dabei sein können, alle drei sind 19. So ist nun Luca Münzenberger der ranghöchste deutsche Spieler: Den Verteidiger hatten die Edmonton Oilers im Sommer in der dritten Runde gedraftet, derzeit spielt der gebürtige Düsseldorfer für die Uni Vermont. Beim WM-Auftaktspiel war er deutscher Torschütze zum 1:1 gegen Finnland – am Ende stand jedoch eine 1:3-Niederlage. „Leider – trotz guter Leistung“, befand Münzenberger. Die Deutschen hatten mehr Torschüsse als die Finnen, Schwerstarbeit verrichtete der Münchner Abwehrspieler Maksymilian Szuber, der über 22 Minuten auf dem Eis stand und einmal einen Schuss der Finnen so hingebungsvoll blockte, dass Magentasport, das die WM überträgt, die Szene mehrmals zeigte.

Zweites deutsches Spiel war gegen Tschechien in der Nacht zu heute.  gük

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