Sechs dürre Zeilen zum Abschied – das war’s. Nicht mal für ein „Dankeschön“ war in dem Statement der AS Monaco zur Entlassung von Trainer Niko Kovac Platz. Der frühere Coach des deutschen Rekordmeisters Bayern München dürfte im Fürstentum weniger an der sportlichen Situation als an internen Zerwürfnissen gescheitert sein. Medienberichten zufolge soll sich der Kroate nicht nur mit dem Vorstand wegen Personalentscheidungen überworfen, sondern auch Teile der Mannschaft gegen sich aufgebracht haben. Die französische Sportzeitung „L’Equipe“ berichtete von einem „quasi-militärischen“ Führungsstil, der vor allem für jüngere Spieler ein Problem gewesen sein soll.
Sportlich hatte Kovac das Team um Kevin Volland und Torhüter Alexander Nübel zuletzt wieder in die Spur gebracht, drei der vergangenen vier Ligaspiele wurden gewonnen. Am vergangenen Donnerstag wurde der 50-Jährige von seinem Aus unterrichtet, am Neujahrstag machte Monaco die Trennung offiziell. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, soll der Belgier Philippe Clement die Nachfolge antreten. Der 47-jährige ist seit 2019 Cheftrainer des belgischen Meisters FC Brügge.